Friday, July 19, 2013

Ich wurde gefragt: "Warum bloggst du Bücher?"

Vor nicht all zu langer Zeit, fragte mich ein lieber Autor auf Facebook: "Warum bloggst du Bücher?"
Die Antwort dazu fiel mir nicht sonderlich schwer, sodass ich ihm folgende zwei Antworten dazu gab:

Oh, das hat eigentlich mehrere Ursachen:
1. Hatte ich, bevor ich damit anfing, bereits 2 Freundinnen/Bekanntschaften, die selbst Buchblogger waren und ich hatte immer gerne auf den Blogs gestöbert. Beim Lesen von anderen Blogs wird man schnell auf neue (oder alte, unbekannte) Bücher aufmerksam, was durchaus Interessant ist. Außerdem finde ich es toll, wenn man direkt die Meinung anderer dazu erfahren kann.
2. Ist es für mich selbst eine gute... sagen wir mal "Statistik", um zu sehen, was und wie viel ich in den Jahren gelesen habe. Mal mehr, mal weniger. Vor allem sehr unterschiedliche Bücher, wie ich finde *zum Bücherregal schiel*
Und es ist auch für mich selbst immer ganz Interessant, irgendwann mal nachzulesen, was ich zu einem Buch oder eBook gedacht habe.

Nun mag ich von euch wissen:
Was hat euch dazu veranlasst, einen Buchblog zu starten? Schreibt mir eure Geschichte im Kommentarfeld :-)

Friday, July 12, 2013

[Autoren-Interview] Justin C. Skylark

Der liebe Autor Justin C. Skylark, hat sich bereiterklärt, meinem Blog ein Interview zu geben. Viel Spaß beim lesen :-)

[ © Sandra von Licht-und Schattenspiel ]
Dieses Bild wurde mir freundlicherweise von Justin für den Zweck des Interviews zur Verfügung gestellt. Eine Weitergabe an weitere Personen oder weitere Verarbeitung ist meinerseits ausgeschlossen. Bitte wenden Sie sich an Justin oder Sandra, falls Sie dieses Bild verwenden möchten.

Dobbie fragt: Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann war das (Jahr)?

Justin antwortet: Ich habe Mitte der 90er angefangen, Gedichte zu schreiben. Die erste Romanidee kam mir 1998. Inspiriert durch den Sänger Brett Anderson, wollte ich gerne eine Geschichte schreiben, mit einem Protagonisten, der ihm ähnelt, aber eine eigene Persönlichkeit hat. Damals hatte ich Zweifel, ob ich tatsächlich einen ganzen Roman damit füllen kann und es ging dann besser, als gedacht.
Wenig später traute ich mich auch an Kurzgeschichten heran.
Prinzipiell habe ich aber schon immer gerne geschrieben, schon als Kind. Gerne Aufsätze, Tagebuch und lustige Geschichten.


Dobbie fragt: Woher holst du dir die Ideen für deine Bücher? Sind sie eventuell durch Erlebnisse im Alltag entstanden? Gibt es da ein Beispiel?

Justin antwortet: Die Grundideen kommen meist von innen, das kann ich nicht steuern. Ich schreibe aber dennoch gerne über Themen, die mich privat auch interessieren und über die ich, als Leser, auch gerne etwas erfahren würde. Musik, Medizin, Natur und Tiere, die schwarze Szene, sind u.a. Themen, mit denen ich mich auch im Alltag befasse und die mir genug Inspirationen liefern. Manchmal kommt auch ein Blitzerlebnis um die Ecke, wo man dann denkt „Wow, daraus könntest du was machen!“
Als Beispiel könnte ich den Berliner Zoo und meine Leidenschaft für Bären angeben. „Nachts im Zoo“ ist ein Buch, das wohl am meisten reale, persönliche Eindrücke von mir beinhaltet.
Die Recherchen zu „Moths“ haben mich inzwischen selbst zu einem kleinen „Schmetterlingsforscher“ gemacht.


Dobbie fragt: Hast du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf?

Justin antwortet: Zuerst natürlich die Geschichte. Da ich von einigen Büchern Fortsetzungen schreibe, habe ich die Charaktere dann meistens schon geformt. Sie entwickeln sich dann höchstens noch weiter.


Dobbie fragt: Hast du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?

Justin antwortet: Direkte Rituale nicht. Aber an meinen Schreibtagen muss ich einigermaßen ausgeschlafen sein. Dann erledige ich Formalitäten und widme mich dem Schreiben, habe dann den Rücken frei und weiß, dass ich mich ganz auf das Skript konzentrieren kann. 


Dobbie fragt: Wie suchst du dir die Namen deiner Charaktere aus? Bekommen diese "einfach so" ihre Namen, oder steckt da eine bestimmte Bedeutung oder ein bestimmter Grund dahinter?

Justin antwortet: Das ist sehr unterschiedlich. Namen müssen zu den Charakteren passen. Etwas überlegen muss ich schon, manchmal nutze ich auch Namenslisten und lasse mich inspirieren. „Lysander“ und „Darius“ waren zum Beispiel Namen, die eine Hintergrundbedeutung haben, ebenso „Thor“. 
„Thomas“ aus „Nachts im Zoo“ ist einem Menschen gewidmet, der mir viel bedeutet hat.
„Neal“ z.B. entstand, weil ich eine Anlehnung an die Band Suede suchte und der Keyboarder „Neil“ heißt.


Dobbie fragt: Wie kommst du auf die Titel deiner Bücher?

Justin antwortet: Die Titel kommen mir fast immer recht schnell in den Kopf, wie kann ich gar nicht genau beschreiben. Meist, bevor ich die erste Zeile geschrieben habe, kommt mir ein Gedanke zu dem Titel. Manchmal sind es auch erst Projekttitel, die ich später noch abändere. 
Für mich muss ein Titel ganz knapp den Inhalt definieren, das ist eine spannende Sache.


Dobbie fragt: Wie lange schreibst du im Durchschnitt an einem Buch? An welchem Buch hast du bisher am längsten geschrieben?

Justin antwortet: Für das pure Schreiben benötige ich im Durchschnitt ein ¾ Jahr, also ohne Korrekturen. Seitdem ich mehr Zeit zum Schreiben habe, kann es auch schon mal sein, dass ich nur 6 Monate benötige. An „Knocked out“ habe ich Jahre geschrieben, denn die Geschichte ruhte zwischendurch sozusagen „auf Eis“. Auch die Idee für „Moths“ hatte ich schon jahrelang im Kopf, noch bevor der Twilight-Hype entstand. Es sollte eigentlich nur eine Kurzgeschichte werden und irgendwann hatte ich genug Ideen für einen ganzen Roman zusammen.


Dobbie fragt: Hast du beim Buchcover ein Mitspracherecht, also darfst du deine eigenen Ideen mit einbringen? Oder wird dir das Cover vorgeschlagen?

Justin antwortet: Bis auf das Cover zu „Liebeswut“ (bei dem nur die Grundidee mit der Faust von mir übernommen wurde), hatte ich bei allen Coverbildern Mitspracherecht. Ich habe alle Fotos selbst ausgesucht, z.T. auch mitgestaltet. Lediglich das Layout, also die Schrift, wird vom Verlag angefertigt. Danach wird aber immer noch mein Einverständnis eingeholt.


Dobbie fragt: Musstest du für deine ersten Bücher lange nach einem Verlag suchen?

Justin antwortet: Gesucht habe ich komischerweise gar nicht. Es war wohl Vorherbestimmung, dass ich durch ein Inserat im „Zillo“ Ende der 90er Simon Rhys Beck kennenlernte. Wir standen im Briefkontakt, eigentlich nur wegen ein paar britischer Bands, die wir beide zu damaliger Zeit verehrten. Erst ein paar Briefe später stellte sich heraus, das wir beide „gay“ schreiben und er einen Verlag (einst noch den Alter ego Verlag) gegründet hatte. Ich schrieb damals an meiner Neal Anderson- Reihe und schickte ihm eines meiner Skripte zu. Noch während wir an der Überarbeitung feilten, stellte ich „Craig’s little Dawn“ fertig. Das hatte Simon so gut gefallen, dass er es sofort in seinem späteren dead soft Verlag veröffentlichte. Weitere Werke folgten.
Auf seine Empfehlung hin stellte ich die Neal Anderson-Reihe dem Himmelstürmer Verlag vor und wurde dort ohne Probleme aufgenommen. Inzwischen sind dort auch andere meiner Romane erschienen. Für mein „Vampir-Projekt“ habe ich mir den AAVAA-Verlag ausgesucht und wurde auch da sehr herzlich aufgenommen. 


Dobbie fragt: Was war es für ein Gefühl, das erste eigene Buch in den Händen zu halten? Und wie fühlst du heute, wenn du die ersten Exemplare bekommst?

Justin antwortet: Ich muss gestehen, ich kann mich gar nicht mehr genau daran erinnern. Es ist jetzt 15 Jahre her. Aber sicher war ich stolz und aufgeregt. Zuerst erschien (meine ich) eine Kurzgeschichte von mir in einer Anthologie, das war schon aufregend und ganz früher ein paar Gedichte in Gedichtsammlungen.
Heute ist es immer noch toll, wenn die Lieferung vom Verlag kommt, aber ich bin jetzt eher auf die Resonanz der Leser gespannt. Also eine gewisse Routine hat sich eingestellt.


Dobbie fragt: Wie stehst du dem Thema Buchverfilmung gegenüber und wie würdest du es finden, wenn man die Reihe um Dylan und Thor verfilmen würde?

Justin antwortet: Sicher eignet sich nicht jedes Buch für eine Verfilmung. Aber es wäre bestimmt gelogen, wenn ich sagen würde: Kein Autor träumt davon, sein Buch verfilmt zu sehen. Ich meine, die Thor und Dylan Bücher könnte man gut verfilmen. Bevor ich Szenen schreibe, durchspiele ich sie immer in meinem Kopf durch, wie ein Film. Die beiden auf Leinwand zu sehen, wäre für mich wohl das erstrebenswerteste meiner Karriere.
Und ein Casting dafür wäre sicher genauso interessant!


Dobbie fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?

Justin antwortet: Ehrlich gesagt: niemand. Familie und Bekannte in naher Umgebung wissen zwar, dass ich schreibe und finden es auch gut, aber ich habe niemanden in meiner direkten Nähe, der Kritik ausübt. So beschränkt sich der Austausch mit Freunden, die weiter weg wohnen, leider meist auf Chat- und Emailgespräche. Ich muss sagen, da fehlt mir hier jemand, der auf meiner Welle schwebt, mit dem ich Auge in Auge diskutieren und auch mal ablästern kann. Der beste Gesprächspartner ist in der Hinsicht Simon, aber leider sehen wir uns zu selten.


Dobbie fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei dir hinterlassen und ist aus deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Justin antwortet: Während meiner Arbeit an „Szandor’s Erbe“ habe ich nahezu alles von Anton Szandor Lavey gelesen und bin froh darüber. Einige seiner Ansichten haben sich in mir so manifestiert, dass ich eine neue Lebensphilosophie entwickelt habe. Seine Bücher haben mich gestärkt und selbstbewusster gemacht, da bin ich sehr dankbar für.


Dobbie fragt: Wenn du jetzt kein Autor wärst, würde dir da etwas in deinem Leben fehlen?

Justin antwortet: Wäre ich kein Autor, könnte ich deprimiert und lebensmüde werden. Ich kann mir nicht vorstellen, nicht mehr schreiben zu können. Da würde mir so viel fehlen, dass das Leben nicht mehr lebenswert macht. Individualität und Kreativität, etwas weitergeben und den Mitmenschen Freude bereiten, halte ich für etwas sehr Kostbares und Erstrebenswertes, das man sich bewahren sollte.


Dobbie fragt: Was machst du, um einem KreaTIEF vorzubeugen bzw. um aus einem herauszukommen?

Justin antwortet: Ein Tief kenne ich nicht. Eigentlich stecke ich immer in einem Projekt und habe dabei schon das nächste im Kopf. Zudem kommen Anfragen von Verlagen oder Mitautoren zwischendurch, ganz unverhofft, z.B. für Teilnahmen an Anthologien.
Ich hoffe, dass es so bleibt. Die Befürchtung, dass einmal die Ideen ausgehen, schwebt natürlich im Hintergrund mit.


Dobbie fragt: Hättest du früher damit gerechnet, dass deine Bücher bei den Lesern so gut ankommen?

Justin antwortet: In meinem ersten Jahr beim dead soft Verlag habe ich ca. 12 Bücher verkauft und da war ich schon mächtig stolz drauf. Inzwischen hat man eine gewisse Stammleserschaft aufgebaut und genießt einen bestimmten Bekanntheitsgrad. Allein vom Schreiben kann ich noch nicht leben, aber es unterstützt mein Einkommen schon ganz gut. Natürlich gibt es auch Leute, die meinen Stil nicht mögen, damit muss ich auch zurechtkommen, was nicht immer einfach ist, wenn man merkt, dass der Leser meine „Message“ nicht verstanden hat.
Ich kann behaupten, dass mir mein „Erfolg“ nicht zugeflogen ist, ich habe jahrelang dafür gearbeitet und das immer gerne.


Dobbie fragt: Gibt es Dinge, die dich am Buchgeschäft stören? Wenn ja, welche sind das?

Justin antwortet: Eigentlich ist es immer die gleiche Leier. Mich stört der Neid unter Kollegen, das Gefeilsche um gute und negative Rezensionen. Ich finde es toll, dass nahezu Jedermann seine Werke veröffentlichen kann, inzwischen als ebook oder mit self publishing. 
Nerven tut mich daran, dass ebenso viele unbegabte Leute ihre „Werke“ auf den Markt bringen mit lächerlichen Titeln, grausamen Covern und fehlerhaften Skripten und hoffen, damit Geld zu machen. Das macht einen kleinen Autor, der Jahre für seinen Erfolg gekämpft hat, nahezu wütend. Da kann man nur hoffen, dass diese Flut auf dem Büchermarkt etwas nachlässt.
Ebenso finde ich es schade, dass gute, deutsche Autoren bei größeren Verlagen kaum noch Land sehen, sondern amerikanische Autoren in Rahmen von Übersetzungen gepuscht werden. 
Dass „Gayliteratur“ in manchen Reihen noch immer stiefmütterlich behandelt wird, ist ebenso skandalös.


Dobbie fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Frankfurt oder Leipzig)? Falls ja, warst du privat dort oder nicht? Und wie hatte es dir dort gefallen?

Justin antwortet: Bis jetzt noch nicht, ich strebe es aber für das nächste Jahr an.


Dobbie fragt: Da ich selbst sehr aktiv auf twitter und facebook bin, interessiert mich eines ganz besonders: Dank der Social Networks ist der Kontakt zwischen Autor/in und deren Leser/Fans viel intensiver geworden. Fluch oder Segen?

Justin antwortet: Auf jeden Fall ist es schön, auch mal über FB mit Lesern in Kontakt zu treten. Seit FB kommen die Feedbacks gehäuft und auch spontaner. Ich stehe da meinen Lesern gerne für Fragen und Kritik zur Verfügung. Man muss jedoch auch eine Linie finden, die leicht überschritten werden kann. 
Ich möchte nicht, dass Leser sich ein falsches Bild von mir machen oder sich in Kontakte hineinsteigern. Das kann zu Enttäuschungen und Missverständnissen führen, wenn man sich nicht real kennt. Das versuche ich zu verhindern, was nicht immer einfach ist. 
Justin C. Skylark ist mitunter auch eine Kunstfigur, von mir erschaffen. Manch einer wäre vielleicht enttäuscht, wenn er zu viel darin hineininterpretiert.
Für näheres Kennenlernen bevorzuge ich dann doch ein Gespräch im Real Live.


Dobbie fragt: Hast du neue Buchprojekte am Start? Wenn ja, kannst oder willst du deinen Lesern schon etwas verraten?

Justin antwortet: Derzeit schreibe ich an „Moths 2“ und ein vierter Band um Dylan und Thor ist auch geplant. 
Ebenso wartet Neal Anderson Teil 6 darauf, weitergeschrieben zu werden. Im Hinterkopf habe ich noch 2 ganz neue Projekte, zu denen ich derzeit noch nichts sagen möchte. :-)


Dobbie fragt: Wenn du privat auch Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber eBooks? Und welche Genre liest du am liebsten und welche magst du überhaupt nicht?

Justin antwortet: Ich habe leider immer sehr wenig Zeit zum Lesen. Ich habe hier einen ganzen Stapel Bücher, auch von lieben Kollegen, die ich noch durchlesen muss. Natürlich lese ich auch am liebsten Gay-Literatur. Auf reine Fantasy und historische Romane stehe ich weniger. 
Für Recherchen lese ich auch gerne Sachbücher. Auch Biografien findet man in meinem Bücherregal.
Ein kindle besitze ich, ebooks sind für unterwegs praktisch, aber auch dafür fehlt mir oft die Zeit.


Dobbie fragt: Gibt es eine bestimmte Romanfigur, mit der du dich am meisten identifizieren kannst?

Justin antwortet: Wenn die Frage auf meine Romanfiguren bezogen ist, steckt wohl in jedem Charakter ein Teil von mir. Wobei ich immer sage, man sollte von den Protagonisten nicht zu sehr auf den Autor schließen.
Eigentlich bin ich eher bodenständig und weiß, was ich will und setze meine Ziele durch, als Beispiel wären da Josh von „Nachts im Zoo“ oder René von „Der Champion“/“Knocked out“ zu nennen. Ich bin aber auch gerne alleine und etwas eigenbrötlerisch veranlagt, wie Jonathan aus „Moths“. Wenn mir etwas nicht passt, kann ich auch mal wie Dylan reagieren. Etwas wunderlich wie Lysander bin ich sicher auch, das muss wohl jeder Künstler sein.


Dobbie fragt: Gibt es Tage, an denen du überhaupt nicht schreibst und dann wieder welche, an denen du überhaupt nicht vom Schreibtisch wegkommst?

Justin antwortet: Da ich einem Hauptberuf nachgehe, gibt es gezwungenermaßen Tage, an denen ich nichts schreibe. Dann freue ich mich immer auf die „Schreibtage“, an denen ich meistens nachmittags schreibe. Manchmal sind es nur ein paar Zeilen, mit denen ich zufrieden bin. Generell bin ich kein Vielschreiber. Ein paar Seiten pro Tag ist bei mir schon eine bemerkenswerte Leistung. Meinen Kopf kann ich dagegen nie ganz abstellen, auch wenn ich nicht schreibe, bin ich irgendwie immer bei den Skripten und „auf Empfang“.


Dobbie fragt: Beschreibe uns doch mal deinen Alltag! Was tust du, wenn du nicht schreibst?

Justin antwortet: Hauptberuflich habe ich eine ¾ Stelle im Krankenhaus. Da gibt es Schichtdienst und es ist unterschiedlich, wann ich arbeiten gehe. Früh, mittags oder auch mal nachts. 
Meistens wechseln sich Arbeitswoche in der Klinik und Schreibwoche zu Hause ganz gut ab.
Während meiner Schreibwoche schlafe ich aus. Beim Frühstück vor dem PC werden dann emails gescheckt und beantwortet, FB und Co kontrolliert, Autorensachen erledigt: Das geht von Rechnungen schreiben, bis über Covergestaltung, Korrespondenz zu Verlegern, Arbeiten an den Webseiten, Werbung, Fanbetreuung usw.
Meist komme ich dann erst am Nachmittag zum Schreiben (wenn keine Termine anstehen). Das findet dann mit Netbook auf dem Sofa statt.
Ansonsten bin ich viel in der Natur unterwegs, habe Haustiere, mache Sport, sehe gerne Filme und reise ein wenig. Die Abende verbringe ich die meiste Zeit mit meinem Partner.


Dobbie fragt: Hast du all deine Schauorte selbst besucht oder recherchierst du die Details im Internet oder anderen Medien?

Justin antwortet: Leider habe ich nicht alle Schauplätze meiner Romane selbst besucht, dann wäre ich schon viel herumgekommen. In England, Frankreich, Norwegen und Italien bin ich gewesen und konnte mir über Jahre Eindrücke verschaffen, die auch mal in die Romane mit einfließen.
Außerdem lese ich viel im Internet nach oder beschaffe mir passende Literatur, was nicht immer einfach ist. Bei meinem letzten Projekt habe ich über die Cook Inseln viel weniger herausgefunden, als gedacht.
Meine beliebtesten Schauorte, die ich immer wieder gerne besuche, sind der Berliner Zoo und das Berliner Naturkundemuseum. Auch in London war ich oft gewesen und der vierte Band um Thor und Dylan wird überwiegend in Oslo spielen.


Dobbie fragt: In den Büchern über Dylan und Thor benutzt du hin und wieder mal die norwegische Sprache. Kannst du selbst auch norwegisch oder hattest du einen Assistenten für diese Sprache?

Justin antwortet: Generell interessieren mich fremde Länder und andere Sprachen.
Ich bin dabei, mir selbst norwegisch beizubringen. Für die Sätze in den Romanen mussten schon mal Reiseführer oder Sprachlexikon herhalten. In meinem letzten Oslo-Urlaub habe ich aber gemerkt, dass ich schon einiges gelernt habe. Auf offener Straße finde ich mich gut zurecht, Verständigung selbst ging dann aber doch nur mit Englisch.


Dobbie fragt: In "Reise til helvete" beschreibst du einige Handgriffe von Thor und den anderen, als sie mit der Jacht unterwegs sind. Kennst du dich selbst mit Seefahrt aus?

Justin antwortet: Da muss ich jetzt direkt schmunzeln. In der Tat war es so, dass die Protagonisten ursprünglich ein Segelboot chartern sollten. Obwohl ich am Wasser wohne, kenne ich mich mit der Schiff- und Seefahrt nicht so gut aus und nach einigen Seiten eines Buches über das Yachtsegeln wurde mir klar, dass ich etwas ändern musste. Es gibt beim Segeln so viele Begriffe, die ich als Laie nicht verstand. Nähere Recherchen hätten mich wohl fertiggemacht.
So entschied ich mich für eine Motorjacht und habe mich mit Details bedeckt gehalten, um keine unnötigen Fehler einzubringen. 
Was das Abschleppmanöver angeht, konnte mir ein guter Freund, der sich mit Booten auskennt, einige Tipps geben.


Dobbie fragt: Werden deine Bücher auch im Ausland verkauft? Wenn ja, wo?

Justin antwortet: Nein, bis jetzt noch nicht.


Dobbie fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch, den du dir noch erfüllen möchtest?

Justin antwortet: Abgesehen von den Filmideen und einem Drehbuch, das ich schon seit Jahren schreiben möchte, sind es ein paar abenteuerliche Dinge, die ich mir gerne erfüllen würde. Dazu gehören das Reiten im Grand Canyon, das Tauchen in einem Haikäfig, vielleicht auch eine Kreuzfahrt zu den Cook Inseln, und absolut die weitere Erkundung Norwegens.


Dobbie fragt: Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Justin antwortet: Dass mein Leben weiterhin so positiv verläuft, wie bisher und dass ich meine Ziele, die ich gesteckt habe, erreiche.
Dabei spielt Gesundheit eine große Rolle, denn ohne die geht so einiges nicht.


Dobbie fragt: Gibt es noch etwas, das du deinen Lesern mitteilen möchtest?

Justin antwortet: Ich glaube die meisten meiner treuen Leser wissen, dass ich stolz auf sie bin und dankbar dafür, dass sie mir so viele Jahre über die Treue gehalten haben und mich trotz meiner Unvollkommenheit so nehmen, wie ich bin. Natürlich freue ich mich auch immer über neue Leser, die hinzukommen, über positives Feedback, über Fragen und Zeichnungen, die mir geschickt werden. Ohne das Feedback der Leser würde die ganze Sache nur halb soviel Spaß bringen.



Vielen herzlichen Dank, lieber Justin, dass du dir die Zeit genommen hast, uns dieses ausführliche Interview zu geben und vielen Dank dafür, dass ich das Bild hierfür verwenden durfte. :-)



Wednesday, July 10, 2013

[eBook Rezension] "Hölle, LTD" von Frederic Brake

Durch eine Facebook-Gruppe habe ich von diesem eBook erfahren, welches es am vergangenen Wochenende zum Gratis-Download auf Amazon gab. Inzwischen kostet es wieder 0,89€.


╔═.★.═══════════╗
.Produktinformation
╚═══════════.★.═╝

Titel: Hölle, LTD
Autor: Frederic Brake
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 166 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 36 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00DKAHCB2
(Quelle: Amazon)


╔═.★.═══════════════════╗
.Kurzbeschreibung laut Amazon
╚═══════════════════.★.═╝

Dämonen sind auch nur Arbeitnehmer. Und wie alle anderen auch, sind sie gelegentlich von ihrem Arbeitsalltag, ihren Kollegen oder ihren Vorgesetzten gefrustet. Der Dämon D´Shor B´On Shai, dessen Name für die Menschen eher wie George Bonsai klingt, macht da keine Ausnahme ...
4 Geschichten aus dem bewegten Unleben des Höllendieners und als Bonus die allererste Geschichte, in der Boregarde, einer der Helden der Schattenzeit-Serie und D´Shors ehemaliges menschliche Gefäß, in Erscheinung tritt.
(Quelle: Amazon)

╔═.★.═══╗
.Kurzrezension
╚═══.★.═╝

Nachdem mich die Kurzbeschreibung doch sehr ansprach und die Länge des eBooks noch recht kurz gehalten war, habe ich auch dieses eBook meiner aktuellen Lektüre vorgezogen - also zwischengeschoben. Ich war einfach zu neugierig auf die Story. Und ich wurde dabei nicht enttäuscht! Eher im Gegenteil ;)

D´Shor B´On Shai, ein frustrierter Dämon, erzählt in vier sehr unterhaltsamen Geschichten von seinen Tätigkeiten als Höllendiener. Ebenso erfährt man von seinen Gedanken, die er in den jeweiligen Situationen hat. Einige Male hatte ich über dessen Wortwahl lachen müssen.

Frederics Schreibstil ist sehr flüssig, bildhaft und schnell zu lesen. Zu dieser Story könnte ich mir ebenso gut einen Comic/Manga vorstellen. Denn liebend gerne würde ich so manches Mal die Gesichter dazu sehen. :D

Fazit:
Sehr gelungene Kurzgeschichtensammlung für zwischendurch.

╔═.★.════════╗
.Meine Bewertung
╚════════.★.═╝

Tuesday, July 09, 2013

[eBook Rezension] "Reise til helvete" von Justin C. Skylark

Als ich erfahren habe, dass dieses eBook erschienen war, konnte ich es kaum erwarten, es zu laden und endlich damit zu beginnen! Ja, ich muss gestehen, dass die Reihe um Dylan und Thor bei mir bereits einen gewissen Suchtfaktor ausgelöst hat. ;o)

╔═.★.══════╗
.Produktinformation
╚═════.★.═╝

Titel: Reise til helvete
Autor: Justin C. Skylark
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 630 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 316 Seiten
Verlag: dead soft verlag (20. Juni 2013)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00DJ4OC4O
(Quelle: Amazon)

╔═.★.════════════╗
.Kurzbeschreibung laut Amazon
╚════════════.★.═╝

Dylan, Thor, Erik und Tony begeben sich auf eine Kreuzfahrt, um gemeinsam einen entspannten Urlaub zu erleben. Doch schon nach wenigen Tagen holen sie Langeweile, Streitereien sowie die Abenteuerlust ein. Mit einer gecharterten Jacht beschließen sie, den südlichen Pazifik auf eigene Faust zu erkunden – ein fataler Fehler!

Statt der Ruhe nach dem Sturm erwartet sie ein Trip in die Hölle …

"Reise til helvete" ist der dritte Roman in der Reihe um Dylan und Thor.
(Quelle: Amazon)

╔═.★.══════════╗
.Weitere Bände der Reihe
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1. Band: Bis dass der Tod euch scheidet [zur Rezension]
2. Band: Thors Valhall [zur Rezension]

╔═.★.═
.Rezension
╚═.★.═╝

Zu den Protagonisten:
■ Dylan ist zunächst nach wie vor eine Drama-Queen, was sich auf unterschiedliche Weise mal wieder bestätigt hatte! Einmal dachte ich sogar: "Oh Dylan! Was zum Henker machst du da?! Hör sofort auf!!!". Doch diese Aktion war noch Harmlos, verglichen zu dem, was sie danach durchleiden mussten. Dylan beweißt aber gegen Ende ihres "Höllentrips" durchaus auch Stärke und sein Image der Drama-Queen bröckelt etwas von ihm ab!
■ Thors Gefühlskälte gegenüber Dylan finde ich zwar etwas schade - andererseits aber könnte ich es mir auch irgendwie nicht vorstellen, wie es wäre, wenn Thor anders wäre. Irgendwie passt es zu ihm. Außerdem möchte ich ein ganz großes Lob an seine Einsatzbereitschaft während ihres "Höllentrips" aussprechen. Ich schätze ohne seine Hilfe hätten sie wohl kaum überlebt.
■ Tonys Abneigung gegen Thor kann ich noch immer nicht nachvollziehen. Denn bis zu einem Zwischenfall zwischen Thor und Tony, welcher sich während ihres Urlaubs zugetragen hatte, hatte Tony meines Erachtens nach absolut keine Beweggründe für seine Abneigung. Selbst nach diesem Zwischenfall (den sich Tony selbst zuzuschreiben hatte) sollte Tony eher dankbar sein und nicht weiterhin an Stur bleiben! Thor riss sich immerhin den Arsch für alle auf - in vielerlei Hinsicht! Nicht nur einmal fragte ich mich, ob Tony nicht auch endlich mal die guten Seiten an Thor erkennen könne? Zu meiner Überraschung fielen von Tony sogar auch mal durchaus lobende Worte über Thor. Der Beginn eines Waffenstillstands? Wer weiß...
■ Erik hatte es weiß Gott nicht leicht und hatte währenddessen sehr leiden müssen. Meine Sorge um ihn wuchs stetig. Doch zum Glück ging alles nochmal gut aus.

Allgemeine Gedanken zum Buch:
Die Erlebnisse der Jungs, als sie mit der Jacht auf sich allein gestellt waren, waren sehr spannend, nahezu fesselnd. Nur widerwillig pausierte ich mit dem Lesen.
"Wieso lässt er die Jungs so schmoren?", dachte ich mir des öfteren. Sie taten mir alle wirklich sehr leid :c
Das Cover passt ebenfalls sehr gut zu der Story des Buches.

Fazit:
Beim Lesen dieses Buches wird dem Leser bewusst, wie gut man es eigentlich hat und die eigenen "Probleme" erscheinen plötzlich lächerlich, verglichen zu dem, was Dylan, Thor, Tony und Erik durchleben mussten. Ein dickes Lob an den Autor!

╔═.★.══════╗
.Meine Bewertung
╚══════.★.═╝

Ich finde, dass 5 Sterne definitiv nicht überbewertet sind!