Tuesday, September 30, 2014

[Monatsrückblick] September 2014


Allgemeine Worte

Kaum zu glauben, aber schon wieder ist ein Monat rum. Nun ist es schon Oktober und der Herbst (und somit meine liebste Jahreszeit) ist auch schon da.

Es ist nun also wieder an der Zeit, einen kleinen Monatsrückblick zu posten.

Leider waren es weniger gelesene Seiten, als ich es mir diesen Monat erhofft hatte, aber vielleicht wird der nächste Monat ja nun wieder besser.

Aber nun genug Gelaber. Kommen wir nun endlich mal zu den Details, die diesen Monat hier gelaufen sind ;-)


Gelesene Bücher

■ 1. "Zeitsplitter - Die Jägerin" von Cristin Terrill [nur begonnen: bisher 169 Seiten]

Gelesene Seiten insgesamt: 169 Seiten


Gelesene eBooks

■ 1. "Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld" von Stephanie Granzer (zur Rezension)
■ 2. "Dreimal Liebe" von Carina Bartsch

Gelesene Seiten insgesamt: ca. 258 Seiten


Neuzugänge: Bücher

■ Schneider, Sabina - (Die Vergessenen: Band 1) Skinwalker

Hier nochmal vielen Dank an Sabina Schneider für's zusenden des Buchs ♥


Neuzugänge: eBooks

■ Aichner, Bernhard - Die schöne und der Tod
■ Anderson, Poppy J. - (Hailsboro-Reihe: Band 3) Ein Hinterwäldler zum Verlieben
■ Aukett, Ewa - Im Ozean des Himmels
■ Bartsch, Carina - Dreimal Liebe Gelesen
■ De, Jasmin - Die Rache wird kalt serviert
■ DePaul, Virna - Verrückt nach dem verkehrten Kerl
■ Gatzemeier Rebecker, Renate - Mädchenmord im Maisfeld
■ Granzer, Stephanie - Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld Gelesen
■ Herzberg, Thomas - Auftrag: Mord! - Silvana
■ Jahn-Nottebohm, Kurt - Dunkelkammer: Frank Wallerts erster Fall
■ Kluger, Birgit - Die schwarze Hostie: Teil 1 - Dämonen Serial
■ Kluger, Birgit - Lügner küssen besser: Prequel zu "Küss niemals deinen Ex"
■ Pilcher, Rosamunde - Eine Sommerreise
■ Schäfer, Rudolf Otto - Der Richter aus dem Schattenreich: Fletcher's erster Fall
■ Schmitt-Egner, Isabell - Sam aus dem Meer
■ Winter, Silke - Eve: Das Erwachen
■ Winter, Silke - Eve: Die Prophezeihung

Kennt ihr denn schon eines oder mehrere meiner Neuzugänge?
Welches eBook sollte ich eurer Meinung nach zuerst lesen?


Neue Rezensionen

Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld


Neue Interviews

■ [07.09.2014] Sabina S. Schneider
■ [14.09.2014] Jasmin De
■ [21.09.2014] Sabine Maier
■ [28.09.2014] Kay Noa

Ich denke, es wird im Oktober noch ein weiteres folgen. Bei diesem warte ich aber derzeit noch auf die Antworten. :o)

Aktionen

Diesen Monat habe ich bei drei Leseabenden mitgemacht. Vielen Dank dafür an die Veranstalter, es hat mir wirklich Spaß gemacht! :-)

Hier geht's zu meinen Posts der Leseabende:
■ 21.09.2014 reading tidbids
■ 26.09.2014 Funao's Welt

Dieser hier war Leseabend Nummer drei, jedoch hier gibt es keinen Post! Daher verweise ich nur auf den Link zur Veranstaltung.
■ 28.09.2014 http://www.facebook.com/events/1547597982119882/


Was ist mit eurem Monatsrückblick?

Da ich Monatsrückblicke immer sehr Interessant finde, kommt nun die monatliche Standardfrage:

Habt ihr auch einen Monatsrückblick auf eurem Blog?

Gebt mir (und meinen Lesern) doch im Kommentarfeld den Link dazu, damit wir uns das bei euch auch mal umschauen können. :-)


Sunday, September 28, 2014

[Autoren-Interview] Kay Noa

Ja meine lieben Blog-Leser und -Leserinnen.

Ihr seht schon richtig. Es folgt nun Interview Nummer 4 für den September.
Heute widmet sich Kay Noa unseren Fragen.

Viel Spaß beim lesen :)



Die Autorin





Ihre Werke


The Vampire Guides



Interview mit Kay Noa


Dobbie fragt: Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann war das (Jahr)?

Kay antwortet: Oh... meine ersten Schreibversuche hab ich schon in der Grundschule unternommen - irgendeine Pferdegeschichte, die völlig zu Recht in Vergessenheit geraten ist.
Das Schreiben ist so ein innerer Drang, die Geschichten entstehen in mir und wollen raus - mit Macht. Das hat was Schicksalhaftes, da kann ich gar nicht dagegen an.
So richtig mit dem Schreiben habe ich mit der Schwerttanz-Saga begonnen, um mir während des Jura-Studiums ein Gefühl für "normale Sprache" zu erhalten. Und dazu habe ich die Abenteuer aus unserer Rollenspielgruppe aufgeschrieben. Das hat sich dann nach und nach zu dieser Serie ausgewachsen.



Dobbie fragt: Woher holst du dir die Ideen für deine Bücher? Sind Sie eventuell durch Erlebnisse im Alltag entstanden? Gibt es da ein Beispiel?

Kay antwortet: Die Grundidee für die Bücher fliegt mir zu, ähnlich wie die "Spielaufgaben" für die Rollenspieler. Da sind wenig Autobiografische Sachen oder auch nur Beobachtungen enthalten. Aber gerade in meinem High Fantasy-Projekt, der Schwerttanz-Saga schreibe ich oft über Dinge, die mich auch im echten Leben beschäftigen. Wenn man so grundlegende Fragen in eine Fantasy-Welt verlegt, kann man sie quasi unter Laborbedingungen untersuchen und erkennt oft grundlegende Prinzipien hinter scheinbar zufälligen Begebenheiten. Das finde ich immer superspannend. Aber auch bei den Urban Fantasy Geschichten, kommt selbst Erlebtes in den Geschichten zum Tragen. Immer eigentlich. Man kann ja nur über Dinge schreiben, die man sich vorstellt und die Vorstellung folgt der Erfahrung oder basiert doch auf ihr. Von daher ist das unvermeidbar. Ich habe meine Vampirbücher nach München verlegt, weil ich die Stadt kenne und nicht so viel recherchieren muss.



Dobbie fragt: Was hat dich beim Schreiben von "Vampire Beginners Guide" und "Vampire Experts Guide" inspiriert?

Kay antwortet: Zunächst war das der ausdrückliche Wunsch meiner vampirnarrischen Schwester, die unbedingt eine eigene Vampir-Geschichte haben wollte. Ich hab ihr den Beginners Guide dann zu Weihnachenten geschenkt... Dabei ging es mir darum, mal zu untersuchen, was passiert, wenn es passiert und wie ein moderner Vampir z.B. seine Diät umsetzt. Oder wie sich Vampirismus und Beruf vereinen lassen. Und dann spielt man mit den Klischees des Genres, mit dem, was man morgens in der U-Bahn so sieht und nach und nach verdichtet sich das zu einer Story.



Dobbie fragt: So weit ich weiß, schreibst du deine Storys im Bereich Urban Fantasy und High Fantasy. War es für dich von Anfang an klar, dich diesem Bereich zuzuordnen?

Kay antwortet: Nein, das war Zufall. Ich lese alles und schreibe im Hauptberuf ja auch (stinklangweilige) Sachbücher. Zur Fantasy bin ich gekommen, weil ich eben die Rollenspielgeschichte aufgeschrieben habe.
Aber innerhalb des Fantasy-Settings habe ich Liebesgeschichten, Krimis, Thriller ... Das ist ja das Schöne an der Fantasy - sie ist quasi das Ursprünglichste aller Genres, das für jedes andere Platz hat, weil "Fantasy" heißt ja eigentlich nicht mehr als dass auch das Setting und nicht nur der Plot fiktiv ist.



Dobbie fragt: Hast du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf?

Kay antwortet: Das ist so wie die Frage, ob das Ei oder die Henne zuerst da war. Ich habe eine grobe Grundidee, z.B. Mädchen wird Vampir und muss sich mit dem neuen Leben arrangieren. Und dann schreibe ich mit einer vagen Idee im Kopf los. Manchmal stelle ich mir meine Charaktere irgendwie vor, manchmal habe ich eine Idee, wie der Plot laufen soll... Aber meist ergibt sich beim Schreiben dann, dass das meine Charaktere ganz anders sehen und dann muss ich den Plot anpassen und dann ... lasse ich mich einfach treiben und selbst davon überraschen, wo wir gemeinsam rauskommen. Ich habe also sozusagen nur einen groben ersten Eindruck von meinen Figuren und der Story und dann lernen wir uns beim Schreiben besser kennen und daraus entsteht dann eine Geschichte. Ist eigentlich nicht anders als im normalen Leben auch.
Bei der Schwerttanz-Saga müssen z.B. ein Fürst und eine Schneiderin zusammen einen Mordfall klären, den sie nur gemeinsam lösen können. Ich wollte da keine Liebesgeschichte, weil ich das so kitschig finde. Aber entweder die zwei mögen sich nicht, weil sie so verschieden sind (und dann kann ich meinen Mordfall alleine klären) oder aber sie finden sich seeeehr nett, weil sich Gegensätze anziehen. Ich habe mich da zwei Bände lang gewehrt und dann doch klein beigegeben und den beiden ihre Romanze gelassen, sonst wird die Geschichte nicht authentisch. Dürrenmatt sagt, beim Schreiben sei es wie beim Schachspiel. Nur in der Eröffnung ist man frei, alles andere folgt logischen Zwängen.
Er hat leider recht.



Dobbie fragt: Wo schreibst du am liebsten?

Kay antwortet: Ich schreibe immer und überall, wenn ich mal eine halbe Stunde am Stück Ruhe habe. Einen bestimmten Ort habe ich nicht. Plotten kann ich am Besten in der Badewanne.



Dobbie fragt: Hast du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?

Kay antwortet: Nein, eigentlich nicht.



Dobbie fragt: Wie suchst du dir die Namen deiner Charaktere aus? Bekommen diese "einfach so" ihre Namen, oder steckt da eine bestimmte Bedeutung oder ein bestimmter Grund dahinter?

Kay antwortet: Das ist unterschiedlich. Bei den Vampiren hab ich mir vorher Namen überlegt, die passen (zum Teil auch, weil sie Anspielungen für meine Schwester sind). In der Schwerttanz-Saga hingegen suche ich Namen, die "richtig" klingen. Da ist es aber auch schon vorgekommen, dass sich die Figur vom Namen weg entwickelt hat und ich daher einen anderen Namen suchen musste.



Dobbie fragt: Wie kommst du auf die Titel deiner Bücher?

Kay antwortet: Weiß ich nicht mehr genau. Die Grundidee ist plötzlich da. Dann schaut man, was marketingtechnisch sinnvoll ist (da muss man halt auch praktisch denken) und sowohl bei den Vampire Guides als auch bei der Schwerttanz-Saga sind dann die Einzel-Band-Titel einer inneren Logik nach festgelegt. Bei den Vampire Guides folgt auf "Beginners Guide" und "Practice Guide" logischerweise der "Expert Guide" (und vielleicht noch ein "Professional" oder "Genius Guide", mal sehen) und bei der Schwerttanz-Saga dreht sich die Reihe um 12 ganz besondere Schwerter, wobei jeder Band einem Schwert gewidmet ist, dessen Namen er dann trägt: "Täuscher", "Grimm", "Spieler" etc.



Dobbie fragt: Wie lange schreibst du im Durchschnitt an einem Buch? An welchem Buch hast du bisher am längsten geschrieben? Und wie lange etwa ist die Zeitspanne bis zur Veröffentlichung, nachdem du ein Buch beendet hast?

Kay antwortet: Das ist ganz unterschiedlich, weil ich ja nebenbei doch noch ein paar andere Sachen auch zu tun habe. Da fällt Brutto- und Nettoschreibzeit ziemlich auseinander. Reine Schreibzeit (netto) sind so ungefähr 1 Stunde pro 5 Seiten, wobei dann noch das Überarbeiten, Formatieren, Lektorieren, Veröffentlichen, Bewerben extra kommen. Welcher Zeitraum erforderlich ist, bis ich die Stunden beisammen habe... puh... Der Vampire Beginners Guide ging schnell. Den habe ich im NaNoWriMo begonnen und bis Weihnachten fertig gehabt, also 2 Monate. An der Schwerttanz-Saga schreibe ich seit Jahren, aber das werden am Ende ja auch 12 Bände.



Dobbie fragt: Gestaltest du deine Buchcover selbst, oder lässt du dir von anderen helfen?

Kay antwortet: Nein, da lasse ich mir helfen und treibe meine arme Cover-Frau regelmäßig in den Wahnsinn. Cover sind eine Wissenschaft für sich. Was dem Autor gefällt, muss noch lange nicht dem Leser gefallen, da muss man für ein professionelles Buch einfach auch auf die Marktgewohnheiten Rücksicht nehmen und es gibt da viel zu bedenken. Welche Schrift man nimmt, welche Farben, welche Assoziationen wecken, wie das Cover in Klein auf der Seite eines Online-Shops wirkt, ob man es auch in schwarz-weiß noch gut erkennen kann etc. - das überlasse ich Profis.



Dobbie fragt: Hattest du für die Veröffentlichung deiner Werke nach einem Verlag gesucht, oder von Anfang an beschlossen, die Sache alleine in die Hand zu nehmen?

Kay antwortet: Da ich ja als Fachbuchautorin recht gute Verlagskontakte hatte, habe ich mit einigen Verlagen wegen der Schwerttanz-Saga gesprochen. Ein großer Publikumsverlag hätte die Reihe auch gerne übernommen, dabei aber so weitreichende Änderungen verlangt, dass ich dann abgesagt habe und die Bücher selbst veröffentlichen wollte. Jetzt allerdings hat mich eine namhafte Agentur geködert, die versucht, die ganze Reihe zusammen mit einem Rollenspiel-Regelwerk und Zubehör bei einem Verlag unterzubringen und das sehe ich mir jetzt mal an. Die Vampire Guides hingegen habe ich von Anfang an nur selbst veröffentlichen wollen.



Dobbie fragt: Was war es für ein Gefühl, die erste fertige eBook Auflage zu sehen? Und wie denkst du wirst du fühlen, wenn du die ersten gedruckten Exemplare deines Werkes bekommen wirst?

Kay antwortet: Ich kannte das ja schon von den Fachbüchern her und war jetzt nicht mehr so hibbelig. Aber es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man das Buch freigibt und der Welt zeigt. Aber wirklich realisiert habe ich das erst, als dann die ersten Rezensionen kamen. Das war unbeschreiblich. Toll! Als Autor kennt man ja sein Publikum nicht. Sieht nicht, wer sich für das Buch interessiert... Darum sind Rezis auch so wichtig. Sie sind für uns das, was auf der Bühne der Appalus ist. Das Zeichen, dass wir da draußen einen anderen Menschen erreicht haben.



Dobbie fragt: Wie stehst du dem Thema Buchverfilmung gegenüber?

Kay antwortet: Sehr aufgeschlossen. Speziell die Vampire Guides könnte man gut verfilmen, weil sie nicht so komplex sind und auch mit weniger Tricktechnik auskämen. München ist ja auch eine Medienstadt... *g*
Die Schwerttanz-Saga hingegen müsste man als Serie verfilmen, so ein bisschen so wie Games of Thrones. Auch wenn ich mich nicht mit G.R.R. Martin messen will und auch deutlich weniger blutrünstig bin, ist doch so eine High-Fantasy-Geschichte viel komplexer als man in 2 h Film vernünftig darstellen könnte.



Dobbie fragt: Wenn eines deiner Bücher verfilmt werden würde, welche Schauspieler würdest du am liebsten in den Rollen deiner Charaktere sehen?

Kay antwortet: Ich hätte gerne unbekannte Gesichter, damit es nicht heißt, der "Brad Pitt" hat mir aber in der oder der Rolle besser gefallen. Das finde ich auch das Schlimmste am Film, er zerstört das Kopfkino. Ich beschreibe das Aussehen meiner Charaktere ganz bewusst nur sehr sparsam, damit sich die Leser selbst ihr Bild machen dürfen. Das geht beim Film nicht.



Dobbie fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?

Kay antwortet: Mein größter Kritiker ist meine Schwester, ganz klar.



Dobbie fragt: Könntest du dir vorstellen, mit einer Autorin/einem Autor zusammen ein Buch zu schreiben?

Kay antwortet: Ja, warum nicht. Mit Lilly Labord teile ich mir ja die Schattenwelt der Vampire Guides. Das heißt, sie schreibt über die Frankfurter und ich über die Münchner Szene und unsere Charaktere haben gegenseitig Gastauftritte.
So ist Lillys VIV (Very Important Vampire) auch auf einem Empfang im Vampire Practice Guide und mein Oberkommissar Weihrich verhört wegen einem Brand bei Lilly deren Charaktere.



Dobbie fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei dir hinterlassen und ist aus deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Kay antwortet: Das sind so viele, dass ich Sprechstau habe, weil so viele Titel gleichzeitig rauswollen. Früh und sehr nachhaltig geprägt haben mich Marion Zimmer Bradley mit ihrer Darkover-Reihe, Agatha Christie und Karl May mit seinen Abenteuergeschichten.
Terry Pratchett und Douglas Adams haben gezeigt, wie skurril eine Idee werden darf... nein, es sind zu viele.



Dobbie fragt: Wenn du jetzt kein Autor wärst, würde dir da etwas in deinem Leben fehlen?

Kay antwortet: Ja, sicherlich. Wie gesagt, ich schreibe aus einem inneren Zwang heraus. Das Schreiben ist ein Ventil für meine Fantasie.



Dobbie fragt: Hättest du damit gerechnet, dass dein Buch bei den Lesern so gut ankommt?

Kay antwortet: Natürlich träumt man, wenn man sein Buch hochlädt, dass es der Super-Mega-Millionen-Weltbestseller mit Literatur-Nobelpreis wird. Aber gerechnet habe ich nicht damit.
Ich könnte immer wieder vor Glück heulen, wenn ich die Rezensionen von wildfremden Menschen lese, für die meine Figuren zu Freunden geworden sind. Das ist es, was die Schriftsteller zum tollsten Beruf von allen macht.



Dobbie fragt: Gibt es Dinge, die dich am Buchgeschäft stören? Wenn ja, welche sind das?

Kay antwortet: Der Buchmarkt ist nicht so sehr anders als andere auch. Was mich speziell im Moment stört, ist dieses ewige Entweder-Oder. Der Grabenkampf zwischen Online- und Stationärem Buchhandel müsste nicht sein, wenn sich speziell der stationäre Buchhandel ein bisschen bewegen würde.
Das hängt auch an der Frage e-Book oder Print. Ich z.B. lese meine "Popcorn-Bücher" gerne elektronisch, weil es praktisch ist, man sie notfalls auf dem Handy dabei hat und sie keinen Platz wegnehmen. Meine Seelenbücher (die vielen Titel von oben) hingegen will ich in Print im Regal haben.
Das ist wie der Unterschied zwischen Freunden und Bekannten. Wenn also der stationäre Buchhandel vernünftige und praktikable Online-Lösungen böte, ginge es gleich besser. Und dann als dritter Graben die leidige Kluft zwischen Indie- und Verlagsautor. Solange der Buchhandel für Indies keinerlei Angebot hat, solange hat der Online-Buchhandel (speziell jener der wie ein Fluss klingt) einfach einen Marktvorteil, den er gnadenlos ausnutzt. Auch da muss Bewegung rein. Aber ich vermisse da eine offene Diskussion fernab alberner offener Briefe und vor allem so etwas wie eine intelligente Alternative.



Dobbie fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Frankfurt oder Leipzig)? Falls ja, warst du privat dort oder nicht? Und wie hatte es dir dort gefallen?

Kay antwortet: Ich war schon auf beiden Messen und immer geschäftlich. Da ich mit dem Buchmarkt nicht so zufrieden bin, versuche ich Alternativen zu entwickeln und da muss man sich natürlich auf den Messen sehen lassen und mit anderen Menschen ins Gespräch kommen. Ich bin da dann immer wieder von der schieren Masse der Bücher und Buchmenschen überwältigt, von dem Herzblut, der Leidenschaft, die letztlich das alles verbindet, vereint und zusammenhält - das ist es, was mich dann nach Lösungen für die drei Probleme von oben suchen lässt und das lässt mich dann auch an eine Lösung glauben.



Dobbie fragt: Da ich selbst sehr aktiv auf twitter und facebook bin, interessiert mich eines ganz besonders: Dank der Social Networks ist der Kontakt zwischen Autor/in und deren Leser/Fans viel intensiver geworden. Fluch oder Segen?

Kay antwortet: Das kommt ganz darauf an, was man daraus macht. Ich tausche mich sehr gern mit meinen Lesern aus, bin für jedes Feedback dankbar und greife Kritik und Verbesserungsvorschläge auch gerne auf. Das ist aber eine Naturell-Sache. Ich bin auch sonst gerne unter Menschen, höre mir fremde Meinungen an und finde vieles spannend. Von daher kenne ich das gar nicht anders. Wenn man hingegen vor fremden Menschen eher erschrickt, ist das vermutlich schlimm. Speziell als Self-Publisher/Indie, der sich einfach selbst um seine Fanbase kümmern muss.
In jedem Fall aber muss man sehr bewusst mit den Sozialen Netzwerken umgehen. Aber das trifft ja heute auf alle zu, nicht wahr?



Dobbie fragt: Hast du neue Buchprojekte am Start? Wenn ja, kannst oder willst du deinen Lesern schon etwas verraten?

Kay antwortet: Ende des Jahres kommt der "Vampire Expert Guide" raus und auch die "Schwerttanz-Saga" wird in irgendeiner Form für Leser wieder weitergetrieben. Daneben arbeite ich mit meiner Kollegin Jennifer J. Grimm am "Schattenwelt-Report". Das ist ein Lifestyle-Magazin für Paranormale, das im Stil von Bunte, Gala oder Men's Health aus der Welt der Vampire, Werwölfe, Dämonen berichtet. So werden Bücher und Charaktere von Kollegen aus einer anderen Perspektive dargestellt, als z.B. über Rezensionen oder Autoreninterviews. Das ist für Fans der Bücher wie auch Nochnichtleser gleichermaßen lustig. Macht aber eben auch Arbeit und Zeit... hach ja... ist knapp.



Dobbie fragt: Wenn du privat auch Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber eBooks? Und welche Genre liest du am liebsten und welche magst du überhaupt nicht?

Kay antwortet: Ich lese in jedem Format und in jedem Genre - wenn mir ein Buch nicht gefällt, breche ich ab. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Aber eine Chance gebe ich wirklich jedem Buch, das mir in die Finger fällt.



Dobbie fragt: Benutzt du ein Pseudonym als Autorenname oder hältst du von soetwas nichts?

Kay antwortet: Gerade, weil man so direkt in Kontakt mit seinen Fans geht, verstehe ich gut, wenn man mit einem Pseudonym arbeitet. Das ist ein guter Weg, um sein Privatleben (und auch das der Familie) zu schützen. Wenn man jetzt ganz grausame Krimis oder sehr erotische Fantasy schreibt - dann ist das unter Umständen ja auch für die Kinder in der Schule schwierig, wenn man mit den Büchern wirklich Erfolg hat und etwas bekannter wird. Ich möchte nicht als Tochter von Frau Elliot im Pausenhof blöde Fragen beantworten müssen.



Dobbie fragt: Gibt es eine bestimmte Romanfigur, mit der du dich am meisten identifizieren kannst?

Kay antwortet: Nein. Romanfiguren sind gute Freunde, beste Freunde ein paar sogar, man leidet mit ihnen, versteht sie, liebt sie (die eigenen wie die eigenen Kinder) - aber mehr auch nicht. Ich war aber auch als Teenie schon kein Hardcore-Fan von irgendwelchen Boygroups. *g*



Dobbie fragt: Gibt es Tage, an denen du überhaupt nicht schreibst und dann wieder welche, an denen du überhaupt nicht vom Schreibtisch wegkommst?

Kay antwortet: Absolut. Das ist bei mir extrem tagesformabhängig. Leider passt das Timing oft nicht. Das heißt, wenn ich könnte habe ich keine Zeit und wenn ich Zeit hätte, fällt mir nix ein.



Dobbie fragt: Beschreibe uns doch mal deinen Alltag! Was tust du, wenn du nicht schreibst?

Kay antwortet: Ich bin Rechtsanwältin in München, wo ich auch mit meinem Mann, einem Hund, zwei Katzen und einer variablen Anzahl von Fischen in einem Haus am Stadtrand wohne. Neben dem Lesen mach ich gern und viel Sport (Klettern, Skifahren, Fechten) und bilde nebenbei Reiter und Pferde aus. Ich gehe gerne aus und bin überhaupt gern unter Leuten, fühle mich aber auch allein mit einem Buch pudelwohl.



Dobbie fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch, den du dir noch erfüllen möchtest?

Kay antwortet: Einen Nummer-1 Bestseller. Da arbeite ich aber schon dran. *lach*



Dobbie fragt: Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Kay antwortet: Gesundheit. Das ist das Wichtigste. Sonst klappt der Rest einfach auch nicht.



Dobbie fragt: Gibt es ein paar Tipps, die du anderen Jungautoren mit auf den Weg geben kannst?

Kay antwortet: Schreiben, Zuhören und Geduld! Erst mal Geduld: Noch nie gab es mehr Möglichkeiten, eine Geschichte einem Publikum vorzustellen. Aber diese Vielfalt erfordert auch, dass man sich vorher überlegt, welche Möglichkeit man ergreifen will. Schreibe ich vorrangig für mich oder will ich damit Geld verdienen?
Im letzteren Fall sollte man sich vorher genau anschauen, was die Leser wollen, die das Buch ja kaufen sollen. Wer ist meine Zielgrupppe? Wie kann ich sie erreichen? Wie ihr Interesse wecken? Die Zielgruppe kann ein Verlag/Agent oder aber auch eine bestimmte Lesergruppe sein. Die Kontaktpflege ist ein langwieriges Geschäft. Ein Jahr ist da schnell vorüber, deshalb Geduld. Dann Zuhören. Wie machen es andere, was funktioniert, was funktioniert nicht... Man kann auch aus Erfahrungen, die andere machen, lernen. Marktbeobachtung nennt sich das. Und schließlich Schreiben: Schreiben ist ein Handwerk. Gerade, wenn man intuitiv schreiben will und Freude daran hat, sollte man sich auch für das Handwerk interessieren.
Das beginnt bei sauberer Grammatik und Rechtschreibung, geht aber noch weiter. Dramaturgischer Aufbau, Spannungsbögen, Charakterbildung, das Verhältnis von Sprache und Stimmung... Nichts davon ist in Stein gemeißelt, aber gerade deshalb hat es schon einen Grund, warum sich die Regeln herausgebildet haben. Man sollte sie kennen, bevor man sie bricht. Die Texte werden besser, wenn man sich auch mit der Schreibtheorie befasst. Und am Besten geht das, wenn man anderen Kollegen auf die Finger schaut. Warum ist das Buch an der Stelle so spannend, dass man vergisst aus dem Bus zu steigen und warum schläft man bei einem anderen ein? Offen bleiben und geduldig sein... und unzufrieden. Nur ein unzufriedener Künstler ist fähig, über sich hinauszuwachsen.


So, und jetzt möchte ich mich noch ganz herzlich für das enorme Interesse an mir und meiner Arbeit bedanken. Mit so vielen Fragen habe ich gar nicht gerechnet und bei ein paar habe ich auch echt nachdenken müssen. Eure Kay




Liebe Kay,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen uns dieses ausführliche Interview gegeben hast ♪


Saturday, September 27, 2014

[INFO] 1. Leseabend bei Dobbie | Am 4. Oktober ab 20:00 Uhr



Hallo liebe Lesenden ;o)

Da ich ja nun schon bei zwei Leseabenden mitgemacht hatte, bin ich nun auf den Geschmack gekommen und möchte nun auch einen eigenen starten. :)

Wann?
Am 4. Oktober ab 20:00 Uhr

Wo?
Da, wo du grade bist :)

Es soll ein gemütlicher Leseabend ohne Themavorgabe werden. Jeder liest das, worauf er grade lust hat. Und auch so viel, wie er möchte. Man muss auch nicht pünktlich um 20:00 Uhr einsteigen. Man kann auch später noch dazu kommen. (^-^)

Ich werde jedoch ab und zu bei Facebook (*klick*) mal eine allgemeine Frage posten, die ihr beantworten könnt [aber nicht müsst]. Ob ihr eure Updates bei Facebook direkt, auf diesem Blog, auf eurem eigenen Blog, bei twitter oder sonst wo schreiben möchtet, ist dann euch überlassen. Natürlich könnt ihr auch zwischendrin immer mal eure Gedanken verkünden. Es wäre allerdings schön, wenn ihr mir und den anderen mitteilt, über welche Seite ihr eure Updates schreibt. Dann kann ich hier mal eine Übersicht erstellen, damit auch jeder gefunden wird. :o)

Am Ende eures Abends wäre es toll, wenn ihr mir die Zahl eurer gelesenen Seiten mitteilen könntet. Entweder hier als Kommentar, beim Facebook-Event oder via eMail.
Das ganze soll natürlich kein Wettbewerb werden, wer die meisten Seiten geschafft hat. Es soll einfach eine Übersicht werden, wie viele Seiten insgesamt im Laufe des Abends gelesen wurden. Ich werde dazu dann eine Art Tabelle auf meinem Blog erstellen. ;o)


Friday, September 26, 2014

[Aktion] Funao's erster Leseabend


Auch heute wird wieder ein Leseabend veranstaltet. Um 20 Uhr soll es losgehen. Bis Mitternacht.

Dieses Mal bei Funao's Welt.
Da ich Zeit und Lust habe, möchte ich natürlich auch dieses Mal gerne dabei sein.



Mein Buch


♠ Gelesen wird: 
"Zeitsplitter -Die Jägerin-" von Cristin Terrill

♠ Gelesene Seiten: 
12 Seiten



Meine Updates


21:28 Uhr: 
Da ich leider etwas später einsteige, als ich es eigentlich ursprünglich vor hatte, werde ich nun zu allererst die bisher gestellten Fragen beantworten, bevor ich anfange zu lesen. :o)

[20:00 Uhr] 1. Frage - Wie heißen eure Hauptcharaktere?
Soweit ich das bisher beurteilen kann, heißen diese Marina/Em und Finn.

[20:39 Uhr] 2. Frage - Habt ihr ein Ziel?
Das habe ich auf jeden Fall. Ich habe vor im Laufe des Abends bzw. im Laufe der Nacht bis Seite 200 zu kommen. Aktuell bin ich auf Seite 124. Bin gespannt, ob ich das schaffe, aber wo ein Wille ist, ist bestimmt auch ein Weg ;-)

[21:22 Uhr] 3. Frage - Was steht im 2. Satz auf eurer aktuellen Seite?
Der zweite Satz lautet: " James' Stimme ist leise. "Finn, das musst du nicht tun." "
[Zeitsplitter - Die Jägerin // Seite 125]


21:48 Uhr:
Himmel, wo geht eben nur die Zeit hin? Noch schnell Kaffee machen, nochmal aufs Klo und Abendessen aus dem Kühlschrank holen und schon sind wieder 20 Minuten rum?? Hilfe :D
Aber nun soll es auch bei mir endlich los gehen. (^-^)v


22:24 Uhr:
[21:59 Uhr] 4. Frage - So, rund 2 Stunden sind wir schon dran (zumindest die, die direkt um 8 eingestiegen sind. Wie weit seid ihr? Und wie gefällt euch eure Geschichte bislang?
Bisher leider nur 3 Seiten geschafft. Aber ich wurde leider auch etwas abgelenkt. Hoffentlich wirds nun besser... :/


22:33 Uhr:
[22:29 Uhr] 5. Frage - In welcher Zeit spielt euer Buch?
Gute Frage... Ne Jahreszahl hab ich bislang nicht gesehen, aber es wechselt zwischen Vergangenheit und Zukunft (vier Jahre unterschied).


23:00 Uhr:
Wow, bin ganze 5 Seiten vorangekommen, seit ich mit dem Lesen begonnen habe. Bin ja diesmal schlimmer als beim letzten Leseabend... :o(
Aber ich glaube, ich weiß an was es liegt → Ich bin einfach nicht in meinem Lesezimmer, sondern im PC-Raum. Werde mich nun bis um Mitternacht in mein Lesezimmer verziehen und dann erst mein nächstes Update schreiben. Ich denke nämlich, dass es bei mir anders sonst nichts mehr wird bei mir. Werde hier im PC-Zimmer zu sehr abgelenkt. ;o)


0:00 Uhr:
So, ich habe bisher den Abend über leider nur 12 Seiten geschafft. Wenn man bedenkt, dass ich eigentlich bis Seite 200 kommen wollte, bin ich noch weit davon entfernt, denn ich bin grade Mal auf Seite 136. :(
Aber nun noch zu den beiden letzten Fragen, die noch gestellt wurden.

[23:11 Uhr] 6. Frage - Wer ist eure Lieblingscharakter im Buch? Und warum ist das so?
Hmm... Ist für mich schwer zu beantworten. Dazu habe ich die einzelnen Personen noch zu wenig kennengelernt. Aber aus irgendeinem Grund mag ich Finn. Ich kenne nicht einmal den genauen Grund, um ehrlich zu sein. Es ist einfach so... Vielleicht liegts am Namen? *lach*

[23:13 Uhr] Abschlussfrage - Sooo und hier schon mal meine Abschluss frage, bevor alle im Bett sind: Was haltet ihr davon wenn wir das öfter machen? Vielleicht dann immer mit Freitag und Samstag im Wechsel? Ich finde es total spannend eure Kommentare zu euren Büchern zu lesen
Wäre auch gern wieder dabei! Wobei ich eher für Samstag bin. Der Sonntag ist in der Regel der einzige Tag an dem ich nicht früh raus muss. War heute nur dabei, weil ich diese Woche von der Arbeit aus Freizeit habe.
...


Noch ein paar abschließende Worte


Leider bin ich noch weit von meinem heutigen Ziel entfernt. Schade.

Aber für mich selbst ist der Leseabend noch nicht beendet und ich werde mich jetzt gleich wieder in mein Lesezimmer zurückziehen und weiter lesen. Mal sehen, wie viel da noch geht, bis mir die Augen zufallen.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine angenehme Nacht und süße Träume.

Wer weiß, vielleicht werde ich auch bald einen Leseabend veranstalten. Lust dazu hätte ich auf jeden Fall ;-)



Wednesday, September 24, 2014

[eBook-Rezension] "Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld" von Stephanie Granzer


Produktinformation

Titel: Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld
Autor: Stephanie Granzer
Format: Kindle Edition
Kaufpreis: EUR 0,00
Derzeitiger Kindle-Preis: EUR 3,99
Dateigröße: 587 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 183 Seiten
Verlag: SG Wellfit Verlag (1. September 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00MYR3JDW
X-Ray: Aktiviert

Hier kaufen

Kurzbeschreibung laut Amazon

Schon wieder über die eigentlich nette Kollegin gelästert? Müll nicht getrennt? Pickel ausgedrückt? Dem Ex im Suff wieder eine Jammer-SMS geschickt? Kaugummi auf den Asphalt gespuckt? Zähne vorm Schlafengehen nicht geputzt? Oma wieder nicht zurückgerufen, obwohl sie es schon vier Mal bei uns versucht hat? Ts, ts, ts, das ist aber nicht gerade die feine englische Art!

Dinge, die wir immer wieder tun, obwohl wir ganz genau wissen, dass wir das nicht tun sollten: Jeden Tag begegnen sie uns, die bittersüßen Alltagssünden, diese typischen Engelchen-Teufelchen-Situationen und die Schlechtes-Gewissen-Momente. Und allzu oft wollen wir uns selbst in den Arsch beißen, weil wir wieder etwas getan haben, was wir eigentlich hätten lassen sollen. Und obwohl wir ganz genau wissen, dass es falsch, ganz schön böse oder gar ziemlich dämlich ist, was wir da gerade tun, begehen wir unsere geliebten Alltagssünden immer und immer wieder. Schließlich wäre 100prozentige Political-Correctness in allen Lebenslagen doch ziemlich langweilig, oder?

Aber was bringt uns dazu, immer wieder „böse“ zu sein und dumme, gemeine oder dämliche Dinge zu tun? Stephanie Granzer geht dem auf den Grund, schaut tief in die Abgründe unserer Seele und schildert typische Alltagssünden, in denen wir uns vermutlich alle wiedererkennen - mit sehr viel Humor und Selbstironie. Aber Vorsicht - Sie werden sich beim Lesen sehr oft ertappt fühlen! | [Quelle: amazon.de]


Zum Cover

Ein schlicht gestaltetes Cover, welches dennoch auffällt.

Blauer Hintergrund mit weißen Punkten, darauf der Buchtitel in schwarz mit einem kleinen Schwein daneben, welches die Zunge herausstreckt. Unten noch 3 Worte, wie mit einem Prägegerät erzeugt: Meine täglichen Sünden

Wie schon erwähnt ist es schlicht und dennoch aussagekräftig, bezogen auf den Inhalt. Ich denke passender hätte man es fast nicht gestalten können. Außer vielleicht anstelle des Schweins das Teufelchen sowie das Engelchen, von denen häufig die Rede ist. Das wäre vielleicht noch toller ♥ Wenn dann aber in gezeichneter Version. Das passt besser zum Stil des Covers. :-)


Meine Meinung zum Buch

Dieses Buch besteht aus vielen kleinen Kapiteln über alltägliche Sünden, in denen man sich häufig selbst erkennt. Nicht nur einmal musste ich über das Gelesene schmunzeln, was nicht zuletzt an Stephanie Granzers Schreibstil liegt. Dieser ist quasi so wie ihr der Schnabel gewachsen ist, was ich zur Abwechslung besonders toll fand.

Das Buch lässt sich sehr locker weglesen. Allerdings sind mir einige Schreibfehler/Tippfehler aufgefallen. Ja, sogar fehlende Worte fielen auf. Das finde ich etwas Schade. :-(

Nichts desto trotz kann ich das eBook aber jedem empfehlen. Ich habe es wirklich gerne gelesen!

Fazit: Humorvoll und ehrlich mit ein wenig Sarkasmus. Leseempfehlung!

© Julia Hartusch | Im Zauber der Bücher | 2014

Sunday, September 21, 2014

[AKTION] Spontaner Leseabend | heute ab 20 Uhr bei reading tidbits


Bei reading tidbits wird heute Abend ab 20 Uhr ein spontaner Leseabend veranstaltet, bei dem ich mich gerne anschließen möchte.

Da ich morgen nicht früh aufstehen muss, wollte ich die Chance heute direkt mal nutzen, um diesem Leseabend beizuwohnen. Es wird mein erster Leseabend sein, daher freue ich mich auch schon besonders drauf.


Folgende Bücher werden heute Abend auf mich warten:




1. "Dreimal Liebe" von Carina Bartsch
Hier habe ich bereits 63% gelesen und würde mich freuen, wenn ich mit den letzten Seiten heute Abend fertig werden würde.

2. "Zeitsplitter -Die Jägerin-" von Cristin Terrill
Auch hier habe ich bereits begonnen und bin aktuell auf Seite 97 von 332. Wäre schön, wenn ich heute Abend auch hier weiterkommen würde. Aber der Tag ist ja noch lang :D

3. "Eve: Das Erwachen" von Silke Winter
Hier möchte ich zumindest einmal reinlesen. Das Hauptaugenmerk nach Dreimal Liebe wird jedoch Zeitsplitter sein. Zumindest heute Abend! :)



Updates

21:00 Uhr: 
Etwas später als geplant, aber ich fang dann jetzt auch mal mit dem Lesen an. :)
Bin gespannt, wie weit ich heute Abend noch kommen werde. Kaffee und Cola stehen bereit! *lach*
Los geht's mit dem eBook "Dreimal Liebe" von Carina Bartsch, bei dem ich aktuell bei 63% bin.

21:50 Uhr:
Nach einigen kleinen Zwischenpausen (futtern, Bad, trinken holen, Haare zusammenbinden, ...) bin ich nun bei 70% angekommen. 30% sind es noch für heute Abend, die ich auf jeden Fall noch schaffen möchte. Na dann mal los :D

22:50 Uhr:
Wow, es ist eine Stunde rum und ich habe weitere 3% geschafft. Ob das heute noch was wird mit dem fertig werden, wage ich inzwischen zu bezweifeln. *lach*

00:10 Uhr:
Ich bin fertig mit dem eBook von Carina Bartsch. Gelesen wurden hier also demnach die restlichen 37% des eBooks. Wer hätte das gedacht, dass ich es diese Nacht doch noch schaffe? Ich jedenfalls nicht. :D
Aber ich muss sagen ich bin von diesem eBook wirklich positiv überrascht. Die Rezension dazu wird in einigen Tagen folgen. Und es wird auch sicher nicht das letzte Buch von Carina Bartsch sein, welches ich lesen werde, so viel ist schon mal sicher. :)

Dann mag ich mich jetzt doch mal noch für ein paar Seiten (bis 1 Uhr etwa) dem Buch Zeitsplitter zuwenden. Mal sehen, wie viel ich bis dahin noch schaffen werde oder ob ich eventuell doch schon vorher die Augen zumachen möchte.

01:05 Uhr:
Wow. Ich bin bisher ganze 3 Seiten weiter gekommen, somit auf Seite 100. Ich muss jedoch gestehen, dass ich mich etwas zu sehr habe ablenken lassen... ABER ich bin noch nicht fertig für heute und werde wohl doch noch ein paar Seiten weiter lesen, nachdem ich mir gleich einen Tee gemacht habe. ;o)

02:02 Uhr:
So, ich bin nun auf Seite 108 bei Zeitsplitter, habe also 11 Seiten geschafft. Nicht ganz so viel, wie ich mir erhofft hatte aber immerhin weit mehr als in den letzten 2 Wochen zusammen. *lach*

In diesem Sinne möchte ich für mich nun das Ende einläuten.

gelesene eBook Seiten:
37% aus Dreimal Liebe [eBook beendet]
Leider kann ich keine Seitenzahl angeben, da in diesem eBook leider keine Angaben dazu vorhanden waren. :/

gelesene Buch-Seiten:
9 Seiten aus Zeitsplitter [Buch wird noch weitergelesen]


Noch ein paar abschließende Worte

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, bei diesem Leseabend dabei zu sein. Es wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein. Jedoch hoffe ich, dass der nächste auf einen Samstag fällt, denn Sonntag ist in der Regel der einzige Tage in der Woche, an dem ich nicht früh raus muss. :D


[Autoren-Interview] Sabine Maier

Und wieder ist es soweit, es gibt ein neues Interview für euch zu lesen. :)

Heute auf unserem Virtuellen Sofa:
Autorin Sabine Maier



Die Autorin


Auch dir lieben Dank, dass du uns dieses Foto zur Verfügung gestellt hast :)


Ihre Werke



Alle 3 Romane mit (a) kann man in die Kategorie (frecher) Liebesroman/ChickLit einordnen...allerdings ist bei "Männer... Denken ist Glückssache" das Chick ein Mann.
Der Roman mit (b) ist ein spirituelle Roman bzw eine Anleitung zur Selbsthilfe zur Blockadenlösung



Interview mit Sabine Maier


Dobbie fragt: Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann war das (Jahr)? 

Sabine antwortet: Ich kann nur sagen: die lieben Gene. Von Seiten meines Vaters war die ganze Familie sehr kreativ unterwegs als Hobbymaler, -dichter und -schreiberlinge. aufgefallen ist es bei mir allerdings erst, als mich zu Schulzeiten, in der 5. /6. Klasse, meine Deutschlehrerimmer ermahnten, nur Aufsätze zu schreiben und keine Romane. Tja...dieses "Problem" zog sich wie ein roter Faden durch meine gesamte Schulzeit...und darüber hinaus. Bis heute.



Dobbie fragt: Woher holst du dir die Ideen für deine Bücher? Sind Sie eventuell durch Erlebnisse im Alltag entstanden? Gibt es da ein Beispiel?

Sabine antwortet: Manchmal höre/lese ich einen Satz oder einen Spruch, z. T. auch von Kunden, der sich auf meiner geistigen Festplatte einbrennt. Dann setzt auch schon mein Kopfkino ein und spinnt den Gedanken weiter. Die Idee zu meinem Roman "Verfuchste Liebe" entstand, als mir eine Kundin erzählte, sie hätte sich unsterblich in einen Mann verliebt, der aber nur eine Affäre wollte und nicht mehr. Schwupps...die Problematik war abgespeichert. Teilweise sind es aber auch Erlebnisse aus meinem eigenen Leben.



Dobbie fragt: Was hat dich beim Schreiben deiner Werke inspiriert?

Sabine antwortet: Im Grunde nur mein ausgeprägtes Kopfkino. Es macht sich laufend selbstständig und galoppiert im Zeitraffertempo voraus. Damit es richtig gut laufen kann, pack ich in dem Moment, da es einsetzt, meinen Hund, raus in die Natur, lange Spaziergänge machen.



Dobbie fragt: So weit ich weiß, schreibst du deine Storys im Bereich (frecher) Liebesroman / ChickLit aber auch spirituelle Romane. War es für dich von Anfang an klar, dich diesem Bereich zuzuordnen?

Sabine antwortet: Ich war immer schon ein alter Romantiker, daran hat sich bis heute nichts geändert. Romane über die Liebe zu schreiben, war für mich also immer schon klar. Trotz Romantik hab ich eine ziemlich freche Klappe, so dass Kitsch und Schwulst bei mir überhaupt nicht geht. Die spirituellen Romane waren nicht beabsichtigt. Ich wollte nur ein Sachbuch/einen Ratgeber schreiben, das/der aus meiner eigentlichen Arbeit heraus entstand.Richtig Spaß machte es nicht. Mir war das zu nüchtern und langweilig. Eine Parabel, die darin vorkommen sollte, verselbstständigte sich plötzlich und schrieb sich quasi von alleine weiter. Dann dachte ich mir, warum nicht beides verknüpfen? Sachliches mit Unterhaltungseffekt. Die Idee zu einem spirituellen Roman war geboren.



Dobbie fragt: Hast du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf?

Sabine antwortet: Zuerst ist bei mir immer die Geschichte da, dann der grundsätzliche Typus der Personen und erst dann wird ihnen Leben eingehaucht.



Dobbie fragt: Wo schreibst du am liebsten?

Sabine antwortet: Keine Frage - am allerliebsten irgendwo draußen in der prallen Sonne, da schreibe ich mit Turboantrieb. Ohne Sonne gerne mal im Café oder eben nachts, bei Kerzenschein am PC.



Dobbie fragt: Hast du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?

Sabine antwortet: Auf jeden Fall: Hund darf nochmals kurz raus, Kaffee wird gekocht, Handy/Telefon auf lautlos gestellt und dann kann's losgehen!



Dobbie fragt: Wie suchst du dir die Namen deiner Charaktere aus? Bekommen diese "einfach so" ihre Namen, oder steckt da eine bestimmte Bedeutung oder ein bestimmter Grund dahinter?

Sabine antwortet: Manche Namen verbinde ich einfach mit irgendwelchen Assoziationen. Bei manchen allerdings, gebe ich zu, gerade bei schwierigen, komplizierten oder auch nervigen Charakteren, ist das mein kleiner, verspäteter "Dank" an Menschen, die mir irgendwann tierisch auf den Zeiger gegangen sind.



Dobbie fragt: Wie kommst du auf die Titel deiner Bücher?

Sabine antwortet: Wenn mir keine spontane Eingebung kommt (einmal kam sie sogar beim Auto aussaugen), schreibe ich den Klappentext und versuche, ihn in einen Satz zu fassen. Damit gibt's dann Brainstorming, alleine und/oder mit einer befreundeten Autorenkollegin.



Dobbie fragt: Wie lange schreibst du im Durchschnitt an einem Buch? An welchem Buch hast du bisher am längsten geschrieben? Und wie lange etwa ist die Zeitspanne bis zur Veröffentlichung, nachdem du ein Buch beendet hast?

Sabine antwortet: Das kommt z. T. auf die Jahreszeit an, im Sommer (dank Sonne!) geht's schneller, im Winter langsamer. Im Durchschnitt brauche ich etwa 6-9 Monate für ein Buch. Am längsten dauerte "Männer...Denken ist Glückssache". Als ich fertig war, war es etwas zu umfangreich und ich musste es um gut 100 Seiten kürzen. Wenn das Buch von meiner Seite aus fertig ist, kann ich es ohnehin nicht mehr erwarten, es zu veröffentlichen. Mit mehrmaligen Korrekturlesen dauert es dann höchstens 2 bis max. 3 Wochen.



Dobbie fragt: Gestaltest du deine Buchcover selbst, oder lässt du dir von anderen helfen?

Sabine antwortet: Meine Cover gestalte ich immer selbst. Schon während des Schreibens schwebt mir die Idee dazu vor. Der Covertrend mag ja eher bei kunterbunt und möglichst viel liegen, meine Buchcover sind dagegen ziemlich dezent und schlicht. Genauso mag ich sie aber, alles andere wäre nicht ich und daher nicht für mich passend.



Dobbie fragt: Hattest du für die Veröffentlichung deiner Werke nach einem Verlag gesucht, oder von Anfang an beschlossen, die Sache alleine in die Hand zu nehmen?

Sabine antwortet: Der Gedanke, meine Bücher einem Verlag anzubieten, war schon da. Ich verwarf ihn aber recht schnell. Ich war immer schon der Typ "Lass mich, ich mach das lieber selbst". Mir was aufs Auge drücken zu lassen, war noch nie mein Ding. Und wo mein Name drauf steht, will ich auch mindestens 100 % von mir drin haben.



Dobbie fragt: Was war es für ein Gefühl, die erste fertige eBook Auflage zu sehen? Und wie würdest du fühlen, wenn du eventuell irgendwann die ersten gedruckten Exemplare deines Werkes bekommen würdest?

Sabine antwortet: Meine ganzen Romane gibt es sowohl als Printversion als auch als E-Book, von Anfang an. Den Augenblick, als ich mein erstes Buch zum ersten Mal bei Amazon entdeckte...unbeschreiblich. Zu wissen, dass es weltweit erhältlich ist...unglaublich. Als ich das erste Buch aber
selbst in der Hand hielt... Das übertraf alles.



Dobbie fragt: Wie stehst du dem Thema Buchverfilmung gegenüber?

Sabine antwortet: Grundsätzlich eine tolle Idee, manche Verfilmungen sind auch wirklich gut. ich persönlich fand die Verfilmungen von Büchern, die mich beim Lesen begeisterten, meist enttäuschend. Schuld war wohl wieder mal mein Kopfkino und die Tatsache, dass der Film meist vom Buch in
einigen Dingen abweicht.



Dobbie fragt: Wenn eines deiner Bücher verfilmt werden würde, welche Schauspieler würdest du am liebsten in den Rollen deiner Charaktere sehen?

Sabine antwortet: Für die Verfilmung von "Mann auf Knopfdruck" gäbe es aktuell für mich nur Rachel Bilson und James Gyllenhaal. Nicht nur wegen der Optik, sondern weil beide einfach derart fantastisch sind, dass sie die Charaktere meiner beiden Hauptfiguren bis aufs I-Tüpfelchen herausholen
würden.



Dobbie fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?

Sabine antwortet: Eine Freundin. Liebesromane mag und liest sie normalerweise absolut nicht. Für mich macht sie die Ausnahme. Gerade deshalb schätze ich ihre immer konstruktive Kritik und wenn sogar ihr das Buch gefällt...umso besser!



Dobbie fragt: Könntest du dir vorstellen, mit einer Autorin/einem Autor zusammen ein Buch zu schreiben?

Sabine antwortet: Theoretisch ja...Aber höchstens im reinen Sachbuchbereich. Bei Romanen lasse ich mir von Kollegen zwar gerne mal Tipps oder Inspirationen geben, aber wie gesagt, ich bin der Typ "Lass mich, ich mach das lieber selbst".



Dobbie fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei dir hinterlassen und ist aus deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Sabine antwortet: Von Paulo Coelhos Büchern mal abgesehen..."Die Wand" von Marlen Haushofer. Bis heute weiß ich nicht, was es ist, aber ich kann dieses Buch noch 1.000 mal lesen und zieht mich immer noch so in seinen Bann wie beim allerersten Mal.



Dobbie fragt: Wenn du jetzt kein Autor wärst, würde dir da etwas in deinem Leben fehlen?

Sabine antwortet: Was für eine gruselige Vorstellung...Ich ohne Schreiben? Nein, das geht gar nicht. Das wäre wie Sommer ohne Eis oder Himmel ohne Blau.



Dobbie fragt: Was machst du, um einem KreaTIEF vorzubeugen bzw. um aus einem herauszukommen?

Sabine antwortet: Mein wirksamstes Vorbeugemittel gegen ein KreaTIEF: mich irgendwo in ein Café setzen und "ganz zufällig" die Gespräche der Leute ringsum mithören, das gibt immer Inspiration. Wenn ich dann doch mal in einem KreaTIEF drinstecke, lege ich mir selbst ein totales Schreibverbot von 2 Wochen auf. Ich weiß nämlich, dass mich das "Verbot" absolut kirre macht. Damit fehlt mir jegliche Zeit, mich auf das Tief zu konzentrieren und bislang wurde spätestens nach 2-3 Tagen von ganz alleine aus dem KreaTIEF wieder ein KreaTIV.



Dobbie fragt: Hättest du damit gerechnet, dass dein Buch bei den Lesern so gut ankommt?

Sabine antwortet: Als unerschütterlicher Optimist hatte ich natürlich gehofft, dass es gefallen wird. Dass ich z.T. derart begeisterte Resonanz erhalte, damit hätte ich nicht gerechnet.



Dobbie fragt: Gibt es Dinge, die dich am Buchgeschäft stören? Wenn ja, welche sind das?

Sabine antwortet: Knallhart ausgedrückt: Als Selfpublisher wird man im erzkonservativen Deutschland häufig automatisch in die Schublade "zu schlecht für einen richtigen Verlag" gesteckt. Sicher, nicht alles, was im Selfpublishing veröffentlicht wird,
ist gut und lesenswert. Allerdings sind das - auch wenn Verlage und Buchhändler das Gegenteil behaupten - genügend Bücher der bekannten, großen Verlage auch nicht. Auch im örtlichen Buchhandel wird man kaum ein Buch eines Selfpublishers präsentiert bekommen. Schade... 




Dobbie fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Frankfurt oder Leipzig)? Falls ja, warst du privat dort oder nicht? Und wie hatte es dir dort gefallen?

Sabine antwortet: Geplant habe ich es schon ewig. Geschafft habe ich es bis jetzt noch nicht, da ich leider etwas weit ab vom Schuss wohne. 500 km einfach ist nicht gerade ein Katzensprung. Aber was nicht ist, kann noch werden.



Dobbie fragt: Da ich selbst sehr aktiv auf twitter und facebook bin, interessiert mich eines ganz besonders: Dank der Social Networks ist der Kontakt zwischen Autor/in und deren Leser/Fans viel intensiver geworden. Fluch oder Segen?

Sabine antwortet: Ich würde es irgendwo dazwischen ansiedeln. Segen ist es schon, weil der persönliche Kontakt nicht nur mehr Spaß macht, sondern der Autor auch die direkteste und persönlichste Resonanz bekommt.
"Fluch"...nun ja, nicht wirklich, wenn man dabei als Autor auch ständig den "Druck" hat, sich immer etwas Aktuelles oder Interessantes einfallen zu lassen, um eben den Kontakt nicht abbrechen zu lassen.



Dobbie fragt: Hast du neue Buchprojekte am Start? Wenn ja, kannst oder willst du deinen Lesern schon etwas verraten?

Sabine antwortet: Ja, ich bin kräftig am Arbeiten. Derzeit habe ich gleich vier Projekte am Start. Beim Stöbern auf meinem alten Laptop entdeckte ich vor einer Weile einen fast vergessenen, jedoch fix und fertigen Roman, den ich inzwischen komplett überarbeitet habe. 
Lediglich Korrekturlesen steht noch an, dann darf er das Licht der Bücherwelt erblicken. Worum es geht? Natürlich um die Liebe, eine blödsinnige Wette und ein nerviges Zwei-Schritte-vor-drei-zurück-Spiel. Aktiv am Schreiben bin ich an drei Romanen. Zwei davon springen immer wieder mal über meine FB- und Google+-Seiten. Einen Liebesroman, in dem übelste, bösartige Gerüchte für jede Menge Aufruhr sorgen. Der zweite Roman geht wieder in die spirituelle Richtung. Diesmal allerdings nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder bzw. Jugendliche. Die kleine Wölfin Blanca, als Einzige in der Familie mit einem weißen Fell, wird von ihren Geschwistern ständig verspottet und ausgelacht, bis sie eines Tages wegläuft, um ihren Selbstwert zu suchen. Deadline für beide Romane: Herbst 2014. Beim dritten Roman bin ich mir über das Genre selbst noch nicht sicher. Klar spielt die Liebe auch wieder mit, allerdings auf ganz andere Art als bisher.



Dobbie fragt: Wenn du privat auch Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber eBooks? Und welche Genre liest du am liebsten und welche magst du überhaupt nicht?

Sabine antwortet: Ich bevorzuge Bücher. Nicht nur, weil diese auch Schaumbad-geeignet sind (ich liebe es, in der Wanne zu lesen!), vielmehr liebe ich den Geruch des bedruckten Papiers, insbesondere bei alten Büchern.
Meine liebsten Genres: Romane zur Zeit der Pharaonen, Südstaatenproblematik, Horror á la Stephen King, Biografien und alles von Paulo Coelho. Womit ich so gar nichts anfangen kann? Krimis, Agententhriller, Sciene Fiction.



Dobbie fragt: Benutzt du ein Pseudonym als Autorenname oder hältst du von soetwas nichts?

Sabine antwortet: Bislang habe ich unter meinem richtigen Namen geschrieben. Der Gedanke, ein Pseudonym zu verwenden, geistert mir allerdings häufiger durch den Kopf. Namen sind zwar angeblich Schall und Rauch, doch ich bin mit einem "gesegnet", der weniger Name als Sammel-
begriff ist...Warum nicht also etwas "tricksen"? Grundsätzlich finde ich im Belletristikbereich ein Pseudonym völlig in Ordnung, im Sachbuchbereich aber ein No-Go.



Dobbie fragt: Gibt es eine bestimmte Romanfigur, mit der du dich am meisten identifizieren kannst?

Sabine antwortet: In jeder meiner Romanfiguren steckt immer so einiges von mir. Witzigerweise ist mir aber ausgerechnet Bastian, mein einziger männlicher Protagonist ("Männer...Denken ist Glückssache") charakterlich am ähnlichsten...Bis auf die Weibergeschichten und die zwei linken Hände jedenfalls.



Dobbie fragt: Gibt es Tage, an denen du überhaupt nicht schreibst und dann wieder welche, an denen du überhaupt nicht vom Schreibtisch wegkommst?

Sabine antwortet: Dass ich mal einen Tag überhaupt nicht schreibe, ist äußerst selten. Es ist wie eine Sucht. Manchmal liege ich abends schon gemütlich auf der Couch, plötzlich springe ich auf, schnappe mir Papier und Stift und schreibe noch ein paar Seiten. Es kommt auch vor, dass ich aus der Badewanne steige, um mein Diktiergerät zu holen.



Dobbie fragt: Beschreibe uns doch mal deinen Alltag! Was tust du, wenn du nicht schreibst?

Sabine antwortet: Im "normalen" Leben arbeite ich als Life Coach. Wenn ich weder arbeite noch schreibe, mache ich gerne lange Spaziergänge mit meinem Hund bei jedem Wetter (ok, außer es regnet, da streikt mein wasserscheuer Hund nämlich). Außerdem koche und backe ich leidenschaftlich gerne, probierte oft Neues und tüftle dabei ganz eigene Rezepte aus, manchmal auch bis spät nachts. Zum Auspowern geh ich ein-, zweimal die Woche ins Fitnessstudio, mache orientalischen Tanz, gehe hin und wieder zum Billardspielen (wenn ich ein "Opfer"
dafür finde) oder streiche/dekoriere meine Wohnung um.



Dobbie fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch, den du dir noch erfüllen möchtest?

Sabine antwortet: Einen? Ich habe drei: einmal mit einem Heißluftballon fahren, den Segelflugschein machen und nach Südspanien auswandern.



Dobbie fragt: Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Sabine antwortet: Gute Inspirationen, schöne Rezensionen und falls Amor irgendwann mal seinen Vollrausch ausgeschlafen hat, darf er gerne mal mit Pfeil und Boden die richtige Beute jagen.



Dobbie fragt: Gibt es ein paar Tipps, die du anderen Jungautoren mit auf den Weg geben kannst?

Sabine antwortet: Ich halte mich seit Anfang an an die Tipps, die mir mein Dozent damals mit auf den Weg gab: Entwickle deinen ureigenen Stil und kopiere niemanden. Kümmere dich nicht um Trends, sondern schreibe, was dir Spaß macht und wovon du etwas erzählen kannst. Nur dann wirst du ein gutes Buch schreiben. Ansonsten ein Tipp von mir: Nutze konstruktive Kritik, um dazuzulernen und glaube an dich und dein Talent. Wenn du das nicht tust, wird es auch kein anderer.



Hier noch ein Link zu ihrer Website:




Liebe Sabine,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen und uns dieses ausführliche Interview gegeben hast ♪