Sunday, September 07, 2014

[Autoren-Interview] Sabina S. Schneider

Nach langer Pause gibt es hier heute wieder ein neues Interview zu lesen.

Heute hat sich die liebe Sabina S. Schneider bei uns auf die virtuelle Couch gesetzt, um uns die Fragen zu beantworten.

Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen des Interviews! ;o)


Die Autorin

Vielen Dank, dass du uns dein Foto zur Verfügung gestellt hast. :)


Ihre Werke

Die Vergessenen
Buch 2 - Kitsune (wird derzeit überarbeitet)

Von den Göttern Verlassen


Interview mit Sabina S. Schneider


Dobbie fragt: Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann war das (Jahr)?

Sabina antwortet: 2012 habe ich es zum ersten Mal ein ganzes Buch in Angriff genommen. Die Geschichte hatte ich bereits Jahre lang im Kopf und Teile davon als Comic gezeichnet. Ich habe es schon immer geliebt mich in Welten zu verlieren, erschaffen durch Worte. Und was gibt es schöneres, als seine eigene Welt zu kreieren? Schreiben ist mir schon immer leicht gefallen. Seien es Aufsätze für die Schule oder Seminararbeiten. Mein Traum war es schon immer Schriftstellerin zu werden. Den Mut, den ersten Schritt zu tun, habe ich aber erst 2012 gefunden. Einen weiteren großen Schritt bin ich im Augst 2013 gegangen, als ich meinen Vollzeitjob gekündigt und mir einen Teilzeitjob gesucht habe, um dem Schreiben mehr Zeit widmen zu können.



Dobbie fragt: Woher holst du dir die Ideen für deine Bücher? Sind Sie eventuell durch Erlebnisse im Alltag entstanden? Gibt es da ein Beispiel?

Sabina antwortet: Ich verarbeite Erlebnisse und Gefühle, die ich nicht verstehe, oder die mich aufwühlen und nicht mehr loslassen. Fragen die in mir aufkommen. Ich suche die Antworten in meinen Geschichten. Auch scheine ich einzigartige Menschen anzuziehen. Der erste Entwurf von Van aus SKINWALKER ist zum Beispiel nach jemandem modelliert worden, den ich bei der Arbeit kennengelernt habe und der mir bei ein paar Gläsern Wein, seine dunkle und unglaubliche Geschichte erzählt hat. Van hat sich jedoch immer weiter von dieser Person entfernt, bis er eine eigene Persönlichkeit entwickelt hat und in die Geschichte passte.



Dobbie fragt: Was hat dich beim Schreiben von "Die Vergessenen" und "Von den Göttern verlassen" inspiriert?

Sabina antwortet: Die ersten Ideen für „Von den Göttern verlassen“ sind aus Gefühlen entstanden, die ich nicht verstanden habe, es vielleicht immer noch nicht tue. In dem ersten Band ZERELF hat Serena Schwierigkeiten Gefühle zuzuordnen. Ich denke jeder hat im Leben einen Punkt, in dem er sich wünscht nicht fühlen zu müssen. Aber wie ist es, wenn man nicht empfinden kann? Mit Serena entdecke ich die Welt der Gefühle und ich liebe den Moment, in dem ich eine Scene durchdenke, mich in die verschiedenen Personen versetzte und es klick macht. Ich nenne diesen Moment auch gerne liebevoll den AHA-Effekt.
In „Die Vergessenen“ verschmelzen meine Wurzeln mit meinen Erfahrungen. Ich werde zu meinem Hauptcharakter Lina. Sie hat wie ich slavische Wurzeln, hat wie ich in Japan gelebt und ist dabei ihren ersten Job nach der Uni anzutreten. Dann begegnet ihr Van, der Gestaltwandler. Während meine erste Reihe in einer fiktiven Welt spielt, in der ich Gott bin und alles bestimmen kann, ist SKINWALKER die erstes Geschichte, die in der realen Welt spielt und ich auf Orte zurückgreife, die ich kenne. Zu einem Zeitpunkt musste ich mich dann von Lina lösen und sie ihren eigenen Weg gehen lassen. Wo ich aufhöre und Lina beginnt, bleibt jedoch ein Geheimnis. :)



Dobbie fragt: Hast du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf?

Sabina antwortet: Ich habe meist bestimmte Szenen in Kopf, zu denen ich mich vorarbeite. Vor kurzem habe ich die ersten Ideen zu „DNA – Die Erbsünde“ entwickelt. Da ging es mir um das Thema Genvererbung und die Frage, was bin ich, wenn meine Eltern beide Mörder sind. Diese muss sich der männlichen Hauptcharakters stellen. Sein weiblicher Gegenpart kommt aus einer heilen Vorstadtfamilie. Kann eine unschuldige Liebe seine dunklen Geheimnisse überstehen? Bestimmte Szenen schwirren mir im Kopf, die Charaktere sind jedoch im Entstehen und entwickeln sich in der Geschichte weiter.



Dobbie fragt: Wo schreibst du am liebsten?

Sabina antwortet: Ich schreibe überall und habe leider nicht immer die Wahl. Hätte ich sie, würde ich mich in ein Kaffee setzten oder am Strand in einer Hängematte schreiben. Leider macht mein Akku das nicht mit. Bei schönem Wetter versuche ich auf dem Balkon zu arbeiten, bei Regenwetter im Bett. Ich habe leider noch kein Arbeitszimmer, aber in meinen Träumen schreibe ich in einem Raum mit Bücherregalen, die bis hoch an die Decke reichen. Ich bin umgeben von Geschichten, sitze in einem Sessel den Laptop auf dem Schoß. Neben mir ein kleiner Tisch mit Tee, manchmal Kaffee. Eine riesige Glastür führt zu einer Terrasse im Grünen, manchmal zum Meer.



Dobbie fragt: Hast du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?

Sabina antwortet: Laptop anmachen :)



Dobbie fragt: Wie suchst du dir die Namen deiner Charaktere aus? Bekommen diese "einfach so" ihre Namen, oder steckt da eine bestimmte Bedeutung oder ein bestimmter Grund dahinter?

Sabina antwortet: Das ist von Figur zu Figur unterschiedlich. Doch meist stelle ich mir den Charakter bildlich vor, denke an seine Eigenschaften, gehe in mich und fische nach Namen, die wie er klingen und sich nach ihm anfühlen. Serena zum Beispiel war ganz einfach. Eine stille Schönheit, die trotz ihrer Gefühlskälte die Menschen anlockt und in ihren Bann zieht. Ganz natürlich, ohne es zu wollen. Wie eine Serene. Malhim, der Senjyou Thronerbe, ein aufrichtiger, ehrlicher Charakter, liebenswert und freundlich, entdeckt die Abgründe seiner Seele, als er Serena begegnet. Er rutscht ab. Daher Mal –him von male, malus dem lateinischen Wort für schlecht. Manche bekommen ihren Namen auch nur nach Klang, wie bei Zorghk. Ein brummiger kleiner Kerl, der immer nur flucht. Es klang richtig für mich.



Dobbie fragt: Wie kommst du auf die Titel deiner Bücher?

Sabina antwortet: Ich denke an den zentralen Punkt in der Geschichte. Manchmal bevor das Werk geschrieben ist, manchmal danach. Dann versuche ich ihn in wenigen Worten am provokativsten zu umschreiben. „Von den Göttern verlassen“ ist recht spät entstanden. Der erste Titel, den ich für die Reihe hatte war „Der Schlüssel“. Eine Freundin hatte mich darauf hingewiesen, dass er recht nichtssagend ist und sie sich einen provokanteren Titel wünschen würde. „Die Vergessenen“ ist auch recht spät entstanden, nachdem ich wusste, wohin ich mit der Geschichte ziele. Bei „DNA – Die Erbsünde“ war der Titel vor der Geschichte da.



Dobbie fragt: Wie lange schreibst du im Durchschnitt an einem Buch? An welchem Buch hast du bisher am längsten geschrieben? Und wie lange etwa ist die Zeitspanne bis zur Veröffentlichung, nachdem du ein Buch beendet hast?

Sabina antwortet: Im Durchschnitt würde ich sagen ein halbes Jahr für die Entstehung und einen Monat für den Feinschliff und die Veröffentlichung. Am längsten habe ich an meinem ersten Buch geschrieben ZERELF.



Dobbie fragt: Gestaltest du deine Buchcover selbst, oder lässt du dir von anderen helfen?

Sabina antwortet: Ich zeichne sehr gerne und gestallte meine Cover selbst. Die ersten Versuche waren grausam. Zum Glück hatte ich Freunde, die mich ehrlich darauf hingewiesen haben. Auf das Cover von SKINWALKER bin ich sehr stolz. BASTARDE ist meiner Meinung nach auch sehr gut geworden. Ich freue mich aber immer über Feedback und Kritik.



Dobbie fragt: Hattest du für die Veröffentlichung deiner Werke nach einem Verlag gesucht, oder von Anfang an beschlossen, die Sache alleine in die Hand zu nehmen?

Sabina antwortet: Am Anfang war für mich, wie für jeden anderen auch, alles neu. Ich habe mich langsam an das Thema Veröffentlichung herangetastet und ZERELF an verschiedene Verlage geschickt. Ein Verlag schrieb zurück, dass das Werk thematisch nicht in ihr Programm passe, sie aber gerne mit mir Zusammenarbeiten wollen, da mein Schreibstil ihnen gefalle. Ich habe entsprechende Vorgaben bekommen und mich ans Schreiben gesetzt. Der SKINWALKER ist entstanden. Leider hat die Entwicklung der Geschichte nicht in ihr Schema gepasst. „Die Leser müssen den Helden vergöttern und nicht mit der Protagonisten sympathisieren“. Dieses Schubladendenken hat mich wiederum zum Grübeln gebracht und ich habe mich entschieden die Geschichte im Selfpublishing so zu veröffentlichen, wie sie war. Ich habe viel dabei gelernt und es nicht bereut. Mein Motto ist „der Weg ist das Ziel“. Immer so viel an Erfahrung mitnehmen wie möglich. Ich würde eine Zusammenarbeit mit einem Verlag in der Zukunft nicht ausschließen, aber im Moment fühle ich mich in meiner Indie-Rolle sehr wohl. Ich liebe die Freiheit, die sie mit gibt.



Dobbie fragt: Was war es für ein Gefühl, die erste fertige eBook Auflage zu sehen? Und wie hast du gefühlt, als du die ersten gedruckten Exemplare deines Werkes bekommen hattest?

Sabina antwortet: Als ich das Packet mit meinem ersten Taschenbuch in den Händen hielt, hat mein Herz wie wild geklopft und ich konnte mir das Lächeln nicht aus dem Gesicht wischen. Es war endlich da! Mein Baby! Ich musste etwas mit der Taschenbuchgröße herumexperimentieren und zwischen Matt und Glanz hin und her probieren. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Beim E-Book ist das Ganze etwas unrealer, da man nichts zum Anfassen hat. Da habe ich aber regelmäßig Glücksgefühle, wenn der zweite und dritte Band gekauft werden.



Dobbie fragt: Wie stehst du dem Thema Buchverfilmung gegenüber?

Sabina antwortet: Buchverfilmungen finde ich toll. Wobei ich immer darauf achte möglichst das Buch zuerst zu lesen, damit mein Kopfkino nicht vom Film bestimmt ist. Sollte mir einmal das Glück zuteilwerden, dass eines meiner Bücher verfilmt werden würde, hoffe ich, dass ich mindestens ein Vetorecht habe. Es kann zwar sehr schön sein, seine Geschichte durch die Augen eines anderen zu erleben, in diesem Fall des Regisseurs, aber das kann auch zu sehr von meinem eigenen Bild abweichen.



Dobbie fragt: Wenn eines deiner Bücher verfilmt werden würde, welche Schauspieler würdest du am liebsten in den Rollen deiner Charaktere sehen?

Sabina antwortet: Puh … ich muss zugeben, ich habe da niemanden im Kopf. Meine Figuren sind für mich einzigartig und haben nicht die Gesichter von bekannten Schauspielern. Ein No-Name- Talent fände ich gut. Jemand der den Charakteren sein Gesicht leiht. Wobei ich für Zorghk gerne Andreas Kümmert hätte, den Gewinner von The Voice of Germany 2013. Er passt wie die Faust aufs Auge.



Dobbie fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?

Sabina antwortet: Ich habe zwei. Leider haben sie nicht so viel Zeit und ich nicht das Geld sie an den Karren zu spannen und für mich arbeiten zu lassen. Eine Freundin ist gut darin inhaltliche Schwächen aufzudecken, die andere hat ein Adlerauge was Rechtschreibung und Zeichensetzung. Doch mein größter Kritiker bin und bleibe ich.



Dobbie fragt: Könntest du dir vorstellen, mit einer Autorin/einem Autor zusammen ein Buch zu schreiben?

Sabina antwortet: Die Vorstellung mit jemandem eine Geschichte zu entwickeln ist schön. Aber es kann auch Schwierigkeiten geben. Man muss sehr offen und flexibel sein. Seine Figuren zu teilen, ist sicher nicht einfach, aber man gibt etwas und bekommt etwas wieder. Ich würde die Erfahrung gerne machen. Falls jemand Interesse hat, melde dich!



Dobbie fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei dir hinterlassen und ist aus deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Sabina antwortet: Da gibt es einige, da ich schon immer viel gelesen habe.
Astrid Lindgren - Die Brüder Löwenherz
Stephan King – The Stand (Habe ich drei Mal gelesen)
Wolfgang Hohlbein – Die Heldenmutter
Mercedes Lackey und Josepha Sherman – Die Burg der Verräter (Ich hab selten so viel bei einem Buch gelacht!)
Suzanne Collins - Hunger Games (Nur mit einer Kussszene so viel Gefühl hervorzurufen ist ein Kunststück!)
Diana Wynne Jones - The Pinhoe Egg
Torey Hayden – Silent Boy (Selten so geweint bei einer Geschichte)
Nancy Kress - Bettler in Spanien
Terry Brooks - Die Shannara Saga
Und und und … es gibt noch so viele und ich könnte mich für keines entscheiden.



Dobbie fragt: Wenn du jetzt kein Autor wärst, würde dir da etwas in deinem Leben fehlen?

Sabina antwortet: Ja! Ich brauche etwas, das meinem Leben einen Sinn gibt. Ziele, auf die ich hinarbeiten kann. Im Moment ist es das Schreiben. Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich nicht schreibe, meine Geschichten nicht vorankommen. Das steigert sich manchmal bis zur Nervosität.



Dobbie fragt: Was machst du, um einem KreaTIEF vorzubeugen bzw. um aus einem herauszukommen?

Sabina antwortet: Ich lenke mich während der Arbeit zwischendurch mit Kleinigkeiten ab. Kaffee holen, chatten, snacken, surfen, recherchieren, zeichnen. Je tiefer das Loch, desto häufiger und länger sind die Pausen. Es kann sein, dass ich an einem Tag nur zehn Seiten oder weniger schaffe. Aber ich mache immer weiter, selbst wenn eine Schnecke noch mit Abstand ein Rennen gegen mich gewinnen würde. Wort für Wort, Satz für Satz. Und hoffe, dass meine Muse ein Einsehen hat und mir ganz bald einen dicken Schmatzer aufdrückt. Die entsprechenden Passagen werden dann im zweiten und dritten Durchgang geglättet. Mit einem schlechten Text zu arbeiten ist besser als auf ein leeres Blatt Papier zu starren. Wenn mal wirklich gar nichts geht, nehme ich mir ein gutes Buch zu Hand und erinnere mich daran, warum ich schreibe: um Geschichten zu verfassen, die Menschen fesseln, berühren und vielleicht sogar verändern.



Dobbie fragt: Hättest du damit gerechnet, dass dein Buch bei den Lesern so gut ankommt?

Sabina antwortet: Nun, ich denke es ist noch ein weiter Weg, bis ich sagen kann, dass ein Buch von mir „gut“ ankommt. Ich bin jedes Mal überrascht, wenn jemand den zweiten und dritten Band kauft, da es heißt, dass jemandem der erste Band gefallen hat. Es ist die schönste Bestätigung für mich und zaubert mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen.



Dobbie fragt: Gibt es Dinge, die dich am Buchgeschäft stören? Wenn ja, welche sind das?

Sabina antwortet: Eine schwierige Frage. Es wird ja gerade groß in den Medien diskutiert, ob Amazon das Recht hat Druck auf Verlage auszuüben. Ich als Indie-Autor stehe abseits des Verlagswesens und gestallte meine Preise selbst. Oft wird kritisiert, dass die großen Verlage nur Vetternwirtschaft betreiben und Jungautoren nur selten eine Chance geben. Da ich im Moment nur wenig direkten Kontakt zu Verlagen habe, kann ich das nicht bestätigen. Die Indie-Szene wächst immer weiter, und ich glaube daran, dass wir eine Umbruchsgeneration sind. Autoren werden kostengünstige Plattformen außerhalb der Verlage geboten und jeder kann sein Buch ohne größere Investitionen selbst verlegen. Doch am Ende entscheidet der Leser was er wo, für wieviel kauft. Also nein, es gibt im Moment nichts Konkretes, das mich persönlich am Buchgeschäft stört.



Dobbie fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Frankfurt oder Leipzig)? Falls ja, warst du privat dort oder nicht? Und wie hatte es dir dort gefallen?

Sabina antwortet: Leider hat sich für mich noch kein Messebesuch ergeben. Weder privat noch beruflich. Ich habe mir überlegt dieses Jahr auf die Messe Unknown in Essen zu gehen (www.unknown-buchmesse-essen.de), es jedoch auf nächstes Jahr verschoben. Frankfurt würde sich nicht lohnen, da es Ausgaben sind, die sich nicht rechnen, einfach weil man dort nur sehr eingeschränkt Bücher verkaufen darf.



Dobbie fragt: Da ich selbst sehr aktiv auf twitter und facebook bin, interessiert mich eines ganz besonders: Dank der Social Networks ist der Kontakt zwischen Autor/in und deren Leser/Fans viel intensiver geworden. Fluch oder Segen?

Sabina antwortet: Noch ist es ein Segen für mich, da ich den Kontakt zu Lesern suche, um von ihnen zu lernen. Ich denke für Indies sind die Social Networks auch eine gute Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Wenn man nicht aktiv ist, geht man in der Masse unter. Natürlich gibt es auch negative Seiten. Man bietet viel Angriffsfläche, wenn man zum gläsernen Menschen wird.



Dobbie fragt: Hast du neue Buchprojekte am Start? Wenn ja, kannst oder willst du deinen Lesern schon etwas verraten?

Sabina antwortet: Ich habe zwei. Die Enzyklopädie über japanische Dämonen und „DNA – Die Erbsünde“. Bei der Enzyklopädie verfrachte ich die Dämonen in die Gegenwart und schreibe aus ihrer Sicht Kurzgeschichten. Das Ganze soll auch illustriert werden. Die ersten Bilder sind bereits auf meiner Homepage. Also reinschauen und euren Senf dazu geben. Bevor ich „DNA – Die Erbsünde“ in Angriff nehmen kann, muss ich jedoch noch die beiden Reihen „Von den Göttern verlassen“ und „Die Vergessenen“ abschließen. Der vierte Band zu „Von den Göttern verlassen“ erscheint im Oktober. Der zweite Band von „Die Vergessenen“ ist auch für Oktober geplant. Der Dritte Band Anfang 2015, wenn alles gut geht. Der Titel steht auch schon BABA JAGA.



Dobbie fragt: Wenn du privat auch Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber eBooks? Und welche Genre liest du am liebsten und welche magst du überhaupt nicht?

Sabina antwortet: Ich lese sowohl E-Books als auch Bücher. Bei mir kommt es auf das Preis-Leistungs-Verhältnis an. Ist das E-Book um einiges billiger, nehme ich das. Sonst kaufe ich das Buch. Ich lese hauptsächlich Fantasy jeder Art. Mit Krimis konnte ich noch nie warm werden.



Dobbie fragt: Benutzt du ein Pseudonym als Autorenname oder hältst du von soetwas nichts?

Sabina antwortet: Ich habe mit dem Gedanken gespielt ein Pseudonym zu verwenden, es aber sein lassen. Ich stehe zu dem was ich schreibe. Ein Pseudonym finde ich sinnvoll, wenn man sich bereits einen Namen gemacht hat und einen Genrewechsel machen will, oder einfach nochmal ausprobieren möchte, das Werk zu verkaufen und nicht den Namen. Ich habe in China einen berühmten Künstler kennengelernt, er war enttäuscht von der Kunstszene, weil er mit seinem Namen alles verkaufen konnte, egal wie sinnfrei es war. Meine Lösung bei so etwas wäre das Pseudonym.



Dobbie fragt: Gibt es eine bestimmte Romanfigur, mit der du dich am meisten identifizieren kannst?

Sabina antwortet: Ich versetzte mich gerne in Figuren hinein und erlebe mit ihnen Abenteuer. Vor kurzem habe ich die Divergent Reihe beendet, daher ist mir Tris frisch im Gedächtnis. Nicht gradlinig zu sein, in keine Gruppe zu passen und sich trotz allen Schwierigkeiten treu zu bleiben, ist eine Charakterstärke, die ich bewundere und anstrebe.



Dobbie fragt: Gibt es Tage, an denen du überhaupt nicht schreibst und dann wieder welche, an denen du überhaupt nicht vom Schreibtisch wegkommst?

Sabina antwortet: Da ich noch nicht vom Schreiben leben kann, arbeite ich teilzeit und schreibe nach der Arbeit. Die letzten sechs Wochen musste ich ganztags arbeiten, da eine Kollegin krank war. Da konnte ich kaum schreiben. Sich nach der Arbeit aufzuraffen ist schwer und Kaffee nach vier Uhr geht bei mir nicht, da ich sonst nicht schlafen kann. Dafür habe ich aber viel gelesen und mich dem Zauber von Bücher anderer ergeben.



Dobbie fragt: Beschreibe uns doch mal deinen Alltag! Was tust du, wenn du nicht schreibst?

Sabina antwortet: Ich arbeite fünf Tage die Woche vier oder fünf Stunden im Büro. Dann komme ich nach Hause, esse etwas, entspanne mich circa eine Stunde und schreibe dann so viel ich kann. Wenn mich meine Konzentration und meine Kräfte verlassen und Kaffee auch nicht mehr hilft, nehme ich mir ein Buch zur Hand und lege mich in die Badewanne oder auf die Coach vor den Fernseher. Am Wochenende versuche ich den Pflichten meines sozialen Lebens nachzukommen, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Doch viele haben den Satz: „Ich kann leider nicht, muss am Wochenende schreiben“, schon öfters von mir gehört. Nicht schön, aber ein Buch zu schreiben und sich selbst zu vermarkten kostet Zeit und man muss auf vieles verzichten.



Dobbie fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch, den du dir noch erfüllen möchtest?

Sabina antwortet: Die Welt bereisen. Mehr Bücher schreiben. Eine gute Schriftstellerin werden. Aber ansonsten bin ich zufrieden mit dem was ich mache, denn ich bin genau da, wo ich sein möchte. Klar gibt es Momente des Zweifels, aber die verfliegen.



Dobbie fragt: Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Sabina antwortet: Dass ich eines Tages vom Schreiben leben kann.



Dobbie fragt: Gibt es ein paar Tipps, die du anderen Jungautoren mit auf den Weg geben kannst?

Sabina antwortet: Immer am Ball bleiben und nicht aufgeben! Man wächst an konstruktiver Kritik, alles andere darf man sich nicht zu Herzen nehmen. Seit offen für Neues, aber bleibt euch selbst treu!




Hier noch ein paar interessante Links





Liebe Sabina,

vielen Dank, dass du uns dieses ausführliche Interview gegeben hast ♪


3 comments:

  1. schönes und interessantes Interview =)

    LG Sheena

    ReplyDelete
  2. Freut mich sehr, dass es dir gefallen hat Sheena <3 Danke für dein Interesse und noch einmal Danke an dich, Dobbie, für die Zeit und Energie, die du in das Interview gesteckt hat!

    LG
    Sabina

    *Me happy*

    ReplyDelete

Über eine Rückmeldung zu diesem Beitrag würde ich mich sehr freuen ♥
Die Antwort auf euren Kommentar findet ihr in der Regel sehr bald direkt unter eurem Kommentar (^-^)♥